Menschen, die arbeitslos werden, und Menschen, die arbeitslos
sind, begegnen Mitarbeitern in Personalabteilungen meist als einzelne: als
Kollege, dem gekündigt wurde, oder als Bewerber um einen Arbeitsplatz: das ist
die Perspektive eines Betriebes. Arbeitslose Menschen, Männer und Frauen, bei
einer Bildungswoche während einer Woche: das ist die Perspektive eines
Bildungshauses. Sind diese beiden Perspektiven einander vermittelbar? Können
Erfahrungen einer Bildungswoche für Arbeitslose vermittelt werden an
Personalchefs und Mitarbeiter in Personalabteilungen? Der Versuch sollte sich
lohnen, wenn es den Mitarbeitern in Personalabteilungen ebenso um den Menschen
geht, wie der Betriebsseelsorge Mainz und dem Heinrich Pesch Haus in
Ludwigshafen, die zu einer Bildungswoche für Arbeitslose einluden. Der Verfasser
leitet diese Bildungsmaßnahme für das Heinrich Pesch Haus.
Eine Bildungswoche für Arbeitslose
Das Programm der fünf Tage im Januar 1983 im Heinrich Pesch Haus
in Ludwigshafen - es wurde in ähnlicher Form zum dritten Mal durchgeführt und
weitere Wochen sind geplant - bietet Sachinformationen und persönlichen
Erfahrungsaustausch für längerfristig Arbeitslose. Am ersten Tag, wenn sich die
Teilnehmer noch als Gruppe zu finden haben, steht deshalb ein Überblick über
volkswirtschaftliche und betriebliche Ursachen von Arbeitslosigkeit im
Mittelpunkt. Die Sachinformationen sollen helfen, neben der persönlichen
Betroffenheit der Arbeitslosen auch objektive Gründe in den Prozess der
Reflexion einzuführen.
Der gesamte zweite Tag steht für den persönlichen
Erfahrungsaustausch der Arbeitslosen untereinander zur Verfügung. Ein erster
Problemkreis kann mit folgenden Fragen wiedergegeben werden: Warum habe ich
meinen Arbeitsplatz verloren? Wie reagierten meine Familie, Verwandten,
Arbeitskollegen und Bekannten darauf? Ein zweiter Problemkreis betrifft
Erfahrungen mit der gesellschaftlichen Umwelt: Welche Erfahrungen habe ich mit
Behörden [beispielsweise Arbeitsamt, Sozialamt] und Unternehmen [Personalchefs]
bei Anfragen, Anträgen und Bewerbungen gemacht? Welche konkreten Wünsche,
Erwartungen habe ich mit Personalchefs? Welche konkreten Kritikpunkte habe ich
gegenüber diesen?
Der dritte Tag bietet den Arbeitslosen die Gelegenheit, an einen
Personalsachbearbeiter ihre eigenen Fragen zur Bewerbung zu stellen. Ein
Vertreter der Gewerkschaften stellt sich ebenfalls den Fragen der Arbeitslosen.
Der vierte Tag wird mit Vertretern der Arbeitsverwaltung verbracht, die aus den
Bereichen Arbeitsvermittlung und Berufsberatung kommen. Für künftige Maßnahmen
sollte aber auch ein Mitarbeiter aus der Leistungsabteilung dabei sein, wegen
Fragen nach Arbeitslosengeld und -hilfe. Gespräche mit Arbeitslosen aus
Arbeitsloseninitiativen sollen den Blick öffnen, wie die ungewollte Freizeit
durch Eigeninitiative sinnvoll genutzt werden kann, auch um eine größere
Öffentlichkeit auf die Probleme der Arbeitslosigkeit aufmerksam zu machen.
Der fünfte Tag hat den Übergang in den Alltag der Arbeitslosen
zu schaffen. Deshalb steht die persönliche Reflexion der Arbeitslosen im
Vordergrund: Wie sehe ich mich und meine Situation am Ende der Bildungswoche? Wo
liegen Unterschiede gegenüber dem Beginn der Tagung? Welche Wege sehe ich,
alleine und mit anderen meine Situation zu ändern?
Die Ziele der Woche, Erfahrungsaustausch, Kontakt untereinander,
Information und Gespräch wurden in der Ausschreibung der Bildungswoche möglichen
Interessenten genannt. Die Einladung wurde in einer Auflage von etwa 3000 Stück
an Arbeitsämter, Sozialämter, Pfarreien und Beratungsstellen der Caritas
verschickt mit der Bitte, diese an Arbeitslose weiterzugeben und zur Teilnahme
an der Bildungswoche zu ermutigen. Die Teilnahme war kostenlos und Fahrtkosten
wurden ersetzt.
Lebenssituation von Arbeitslosen
Nach einem halben Tag bereits stellte sich in der Gruppe eine
Vertrauensbasis ein, die zu offenen und selbstkritischen Aussagen der
Arbeitslosen die notwendige Voraussetzung war. Die kurze Übersicht über die
individuellen Gründe der Arbeitslosigkeit zeigte bereits, dass die Arbeitslosen
keine einseitige Schuldzuweisung zu Lasten der Unternehmen machten, sondern ihre
persönliche Lebensgeschichte uneingeschränkt miteinbezogen bei der Suche nach
Gründen für die individuelle Arbeitslosigkeit. »Ich habe oft meinen
Arbeitsplatz gewechselt, weil ich mit dem Arbeitsklima, der Bezahlung oder der
Arbeit selbst nicht zufrieden war,« sagte ein Arbeitsloser, »und häufiger
Arbeitsplatzwechsel ist für Personalchefs ein negatives Zeichen«. Ein
anderer beschreibt seine Lage so: »Das eigentliche Problem bei mir aber heißt
Alkohol! Ohne dieses Problem wäre ich heute in einer gesicherten Position und
wahrscheinlich nie arbeitslos geworden.« Eine Frau schreibt: »Ich habe
meinen Arbeitsplatz verloren, weil ich suchtkrank war.« Überraschend für den
Verfasser war es, dass kein Arbeitsloser seine persönliche Arbeitslosigkeit in
den größeren Zusammenhang der gesamtwirtschaftlichen Lage stellte und auch
betriebliche Gründe selten eine Rolle in der Analyse der eigenen Situation
spielten.
So ist es auch verständlich, dass die Reaktionen der Familien
und der Umwelt überwiegend auf der Ebene der persönlichen Betroffenheit blieben.
Häufig wurde zunächst der Vorwurf erhoben, es läge mangelnder Arbeitswille vor
oder unbotmäßiges Verhalten gegenüber Vorgesetzten. Erst in einerzweiten Phase,
wenn die Arbeitslosigkeit länger andauerte, trat Mitleid ein, das aber in
einzelnen Fällen umschlug in Spannungen zwischen Ehepartnern und Kindern. Die
Kontakte zu ehemaligen Arbeitskollegen und dem alten Bekanntenkreis wurden
eingeschränkt, oft unbewusst durch die Arbeitslosen selbst beeinflusst, weil sie
sich aus Scham zurückzogen. Dadurch wird der Rückfall bei ehemaligen
Suchtkranken begünstigt.
Zur Bedeutung der Arbeitslosigkeit kann
die Übersicht
einen systematischen Einblick gewähren.
Für die meisten der
Arbeitslosen diese Bildungswoche
war dies der erste
intensivere Austausch mit anderen arbeitslosen Menschen. Die Erfahrung, dass die
persönliche Arbeitslosigkeit kein individuelles Schicksal ist, setzte
persönlichkeitsstabilisierende Kräfte frei. Viele Teilnehmer sagten in dieser
Gruppe zum ersten Mal: »Ich bin arbeitslos.« Sie konnten zu ihrer
schwierigen Lebenssituation ja sagen. Dieser Schritt war notwendig, um die
vielfältig angebotenen Sachinformationen aufzunehmen und auf die eigene
Situation hin zu ordnen und auszuwählen.
Die Bedeutung von Sachinformationen
Informationsmaterial gibt es für Arbeitslose in großer Zahl: die
Arbeitsverwaltung verteilt eine Vielzahl von Broschüren mit Hinweisen;
Selbsthilfeorganisationen bieten >Führer< an und die Flut der Bücher zum Thema
>Arbeitslosigkeit< ist kaum zu überblicken. Aber: die Arbeitslosen fühlen sich
überfordert von der Fülle an Information und sind desinformiert nach dem Lesen
einzelner Schriften, weil es ihnen schwer fällt, die für sie wesentlichen
Informationen herauszufiltern. Um so größer war die Bereitschaft der
Arbeitslosen, die Fachleute direkt zu befragen.
Der Personalsachbearbeiter eines großen Unternehmens stellte sich den Fragen
der Arbeitslosen. Zunächst berichtete er aus seiner Praxis in der
Personalabteilung. Die erste Hürde, die ein Bewerber zu nehmen hat, ist das
Bewerbungsschreiben. Diese > Visitenkarte< genüge aber häufig bereits, eine
Ablehnung des Bewerbers zu begründen. So zielten denn Fragen der Arbeitslosen auf
die äußere Form einer Bewerbung, die Vollständigkeit des Lebenslaufes und die
Qualität von Zeugnissen. Einige Arbeitslose berichteten, dass bisher ihre
Angabe, wie: »Ich war suchtkrank und habe eine Rehabilitation gemacht und bin
seit zwei Jahren >clean< oder >trocken«<, der Grund gewesen sei, weshalb es
nicht zu einer persönlichen Vorstellung gekommen wäre. Ihre Ehrlichkeit im
Lebenslauf brächte sie um die Chance einer Vorstellung. Würden aber solche
Zeiträume verschleiert und erst in einem Gespräch diese Tatsachen bekannt, sähen
Personalchefs wegen möglicher Unaufrichtigkeit von einer Einstellung ab.
Dem Personalsachbearbeiter gelang es, bei den Arbeitslosen Illusionen über
die berufliche Zukunft abzubauen und zugleich Hinweise zu geben, die von
einzelnen Teilnehmern wie ein >Fünkchen Hoffnung< aufgenommen worden
sind. Einer der Hinweise galt den >Selbstbewerbungen< bei Firmen, auch wenn
diese keine freien Stellen beim Arbeitsamt gemeldet und keine Stellenanzeigen
veröffentlicht hätten. Ein zweiter Hinweis galt >betrieblichen Wartelisten<,
weil Arbeitslose oft disponibler seien. Für kurzfristige Arbeitsaufnahme. Ein
dritter, wichtiger Hinweis, gerade auch für längerfristigen Arbeitslose, galt
der Möglichkeit, einen >befristeten Arbeitsvertrag< abzuschließen, der
Ausgangspunkt eines späteren, unbefristeten Arbeitsverhältnisses sein könnte.
Die Vertreter der Arbeitsverwaltung hatten sicherlich den
schwierigsten Stand. Denn gegen >die vom Arbeitsamt< hatten sich bei
vielen Arbeitslosen Aggressionen gestaut. Die Spannung von persönlicher
Arbeitslosigkeit und dem Massenphänomen Arbeitslosigkeit wird in der
Arbeitsverwaltung deutlich. Die Mitarbeiter der Arbeitsämter sind mit den
steigenden Zahlen an Arbeitslosen überfordert und haben nicht oder nur sehr
bedingt die Möglichkeit, auf ein Einzelschicksal einzugehen. Deshalb war Für die
Mitarbeiter der Arbeitsverwaltung die Begegnung mit einer Gruppe von 26
Einzelschicksalen eine tiefgreifende Ohnmachtserfahrung. Allerdings waren die
Arbeitslosen von der Offenheit der Mitarbeiter des Arbeitsamtes beeindruckt,
obwohl diese den Arbeitslosen zusätzliche Illusionen zerstörten, rasch wieder
eine Arbeit zu finden.
Die Gespräche mit dem Personalsachbearbeiter und den
Mitarbeitern der Arbeitsverwaltung ermutigten die Mehrzahl der Arbeitslosen,
sich direkt an Firmen, Behörden und Institutionen zu wenden, um Informationen
einzuholen Nicht allen Arbeitslosen ist es aber gelungen, das Gefühl >Bittsteller<
zu sein beim Arbeitsamt und anderen Behörden, ganz abzubauen. Die Verunsicherung
des einzelnen sitzt nach Monaten der Enttäuschung zu tief.
Zukunftserwartungen nach einer Bildungswoche
Ein Teilnehmer charakterisierte seine eigenen Erfahrungen in dieser
Bildungswoche so: »Montag: Neugier, Dienstag: Betroffenheit, Mittwoch: Wut
und Emotionen," Donnerstag: Information und Verarbeitung, Freitag: Nachdenken?
neue Motivation?« Die Fragezeichen sind sicherlich berechtigt. Innerhalb von
fünf Tagen können nicht Fragen gelöst werden, die überlange Zeit angestaut
wurden Aber: viele Teilnehmer haben sich ihrer Situation gestellt, haben
zugelassen, dass die Arbeitslosigkeit eine große Herausforderung an sie und ihre
Umwelt bedeutet, sehen sich durch die Gruppenerfahrung ermutigt, selbst
Initiativen zu ergreifen oder sich anderen Arbeitsloseninitiativen
anzuschließen. Wenn dies gelänge, wäre das ein wichtiger Schritt, die
Resignation zu überwinden und neues Selbstvertrauen aufzubauen.
Wunder erwartete keiner der arbeitslosen Teilnehmer im Heinrich Pesch Haus.
Eine Selbst-Hilfe wurde angeboten: die Teilnehmer waren eingeladen, an sich
selbst einen Brief zu beschreiben. Inhalt des Briefes sollten Schritte sein, die
jeder einzelne in den nächsten vier Wochen unternehmen wollte, um
Lösungsmöglichkeiten für die eigene Arbeitslosigkeit zu suchen. Nach vier Wochen
wurden die Briefe dann den Teilnehmern vom Verfasser zugesandt.
Einige Briefe durfte er mit Zustimmung der betroffenen Arbeitslosen lesen. Es
sind erschütternde Zeugnisse menschlicher Hoffnung: »Dir ist doch klar, dass
du dich nicht innerhalb eines Monates engagieren kannst, sondern nur über
längeren Zeitraum und intensiv dran bleiben musst. Vor allen Dingen durch
Rückschläge nicht aufgeben.« Ein anderer schreibt: »Jetzt sitzt du da und
grübelst, was du dir schreibst. Aber ist das eigentlich nicht egal? Es ist doch
schon mal gut, dass du überhaupt mal Post bekommst, die nicht von einer Behörde
ist. « Oder: »Verdränge den Gedanken, zu oft versagt zu haben. Du
schaffst deine gesteckten Ziele. Glaube an dich!« Oder: »Es war, als ob
ein Blinder plötzlich sieht. Da war wieder ein Weg. Aber ich will nicht mehr
blind werden. Ich will den Weg nicht mehr verlieren und bin bereit, etwas dafür
zu leisten. Aber alle sehen nur meine Vergangenheit. Niemand will mich verstehen
und mir eine Chance geben. Ich soll beweisen, meine Vergangenheit hinter mir
gelassen zu haben. Dann bekomme ich auch eine Chance. Aber wie soll ich denn
etwas beweisen, wenn mir niemand hilft?« Oder: »Ich bin einfach nicht in
der Lage, aus meinem Minusstandpunkt heraus, ohne jede Hilfe, den Sprung ins
normale Leben endgültig zu schaffen.«
Personalchefs in der Rolle des Helfers?
Ist das nicht eine Zumutung, laut darüber nachzudenken, welche Rolle
Personalchefs und Mitarbeitern in Personalabteilungen im Umgang mit arbeitslosen
Bewerbern spielen könnten? Auf die Frage nach konkreten Erwartungen an
Personalchefs und nach Kritik an ihnen wurde Überdurchschnittlich oft gesagt: »Ich
will als Mensch ernst genommen werden !«Längerfristig Arbeitslose sind
verletzte und sehr verletzliche Menschen. Nach mehr als zehn erfolglosen
Bewerbungen treten Selbstzweifel auf auch bei ehemals erfolgreichen Managern!
Ein Versager zu sein ist einer jener Vorwürfe, der einzelne völlig hilflos
macht. Auch wenn ein neutraler Beobachter das Verhalten eines Personalchefs
einem Arbeitslosen gegenüberbesser einschätzt als es der Arbeitsloseselbst tun
kann, so sollten die persönlichen Empfindungen und Empfindlichkeiten der
arbeitslosen Bewerber einbezogen werden in das Verhalten der Personalchefs.
Menschen, die sich nach einer Rehabilitation wegen Suchtkrankheiten [Alkohol
oder Drogen] bewerben, sollten nicht telefonisch oder schriftlich abgewiesen
werden, ohne die Möglichkeit zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch zu
erhalten. Häufig wird dieser Personenkreis nicht in der Lage sein, einen
Arbeitsplatzvoll auszufüllen. Aber es könnte im Gespräch nach Wegen gesucht
werden, beispielsweise über Teilzeitarbeit die Chancen für eine volle
Wiedereingliederung zu erleichtern. Manchmal wäre es im Umgang mit ehemaligen
Suchtkranken sinnvoll, wenn der Chef der Personalabteilung selbst diese
Gespräche mit Bewerbern führt, auch wenn diese sich nur um einfache Tätigkeiten
bewerben.
Arbeitslosigkeit kann und darf nicht privatisiert werden. Die Tarifpartner
sollten sich nicht gegenseitig blockieren in den kommenden Verhandlungen um die
Manteltarife, wenn es darum geht, über Arbeitszeit neu zu verhandeln. Die
Politiker sollten gesetzliche Hindernisse aus dem Weg räumen, um mehr
Vertragsfreiheit für Teilzeitverträge zu haben.
Ohne Zweifel ist es gegenwärtig leichter, Forderungen an andere zustellen.
Arbeitslosigkeit sollte nicht zu einem akademischen Problem oder zu einem
gesellschaftlichen Tabu werden. Es geht nicht um >Arbeitslosigkeit an sich<,
sondern um Menschen und deren Familien und damit geht es um unsere Gemeinschaft
als Menschen. Und dafür sollte kein Preis zu teuer sein.
Bei Vorstellungsgesprächen mit Bewerbern nach
Rehabilitationsmaßnahmen sollten >Vertrauensleute< mitgebracht werden dürfen.
Ein Sekretär der KAB [Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung], der EAN oder der Gewerkschaften, ein Sozialarbeiter
oder eine andere Vertrauensperson kann eine >moralische Stütze< bedeuten, denn
Rehabilitanden fühlen sich oft hilfloser als normale Bewerber.
Überwiegend werden Ablehnungen von Bewerbern durch Unternehmen
nicht begründet. Dafür sprechen gute Gründe. Aber für eine wirklichkeitsnahe
Selbsteinschätzung sollten abgelehnten arbeitslosen Bewerbern Hinweise auf
Gründe gegeben werden. Dass Bewerbungsunterlagen zurückgegeben werden, ist allen
Personalabteilungen bekannt, viele Arbeitslose mussten aber erfahren, dass die
Rücksendung dennoch ausblieb.
Ein schwieriger Punkt sollte auch angesprochen werden: Könnten
nicht manche Unternehmen aus >sozialen Gründen<, aus >gesellschaftspolitischer
Verantwortung< Rehabilitanden und langfristig Arbeitslosen
Teilzeitarbeitsplätze anbieten? Wäre mancher Personalchef vielleicht geneigter,
>Problemfälle< einzustellen, wenn er Referenzen für den Bewerber
erhielte, auch von kirchlichen Gruppen oder Pfarreien? Diese Anfrage an
Unternehmen der freien Wirtschaft ist aber ebenso zurichten an Behörden und
staatliche Einrichtungen.