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Subsidiarität
Zunächst einmal ist jeder Mensch und jede kleinere menschliche Gemeinschaft
für sich selbst verantwortlich.
Erst dann,
wenn die kleinere Einheit sich nicht mehr selbst helfen kann,
darf
die größere Gemeinschaft Hilfe zur Selbsthilfe leisten.
Es wird auch kurz als "Kompetenzregel" oder als das "Recht der kleinen Lebenskreise" bezeichnet.

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Das Subsidiaritätsprinzip ist über die katholische
Soziallehre hinaus bekannt
wenn es auch manchmal fälschlich als
"katholisches Dogma" bezeichnet wird.
Denn das
Subsidiaritätsprinzip,
ausdrücklich formuliert im Jahre 1931 von Pius XI.
in "Quadragesimo Anno" Nummer 79,
ist ein sozialphilosophischer
Grundsatz, eine reine Vernunfterkenntnis. |
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In Bezug auf das staatliche Gemeinwesen ist die
Subsidiarität schon ein Jahrhundert früher
von Abraham Lincoln, dem
Präsidenten der USA, formuliert und
dem staatsbürgerlichen Bewusstsein der
US-Amerikaner eingepflanzt worden,
wie P. Oswald von Nell-Breuning SJ
nicht müde wurde zu betonen. |
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Wenn dieses Prinzip nicht beachtet wird, droht der
assistenzialistische Staat, der Wohlfahrtsstaat. |
 | Durch die Verträge von Maastricht ist das Subsidiaritätsprinzip auch in
die Politik der EU eingeführt und
bereits jetzt Gegenstand kontroverser
Diskussionen zwischen Juristen und Ökonomen
im Blick auf seine Anwendung
und Anwendbarkeit. |

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