Fünfundzwanzig Jahre Weggemeinschaft
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Dr. Benno Kuppler

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Fünfundzwanzig Jahre Weggemeinschaft
Silberhochzeit von Gerlinde und Thomas A.
Eucharistiefeier in der St. Ignatius-Kapelle Schweineberg
auf der Sonnenalp Ofterschwang
am 2. Juni 2003

Lesung - Evangelium - Predigt - Erneuerung des Eheversprechens - Segnung der Eheleute

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Stichworte für die Predigt

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Ein Gedicht als Einstimmung

Trau"liturgie" von Kurt Marti

Glocken dröhnen ihren vollsten Ton,
und Photographen stehen knipsend krumm.
Es braust der Hochzeitsmarsch vom Mendelssohn.
Ein Pfarrer kommt. Mit ihm das Christentum.
Im Dome knien die Damen schulternackt,
noch im Gebet kokett und photogen.
Indes, die Herren, konjunkturbefrackt,
diskret nach ihren Armbanduhren sehn.
Sanft wie im Kino surrt die Liturgie,
zum Fest von Kapital und Eleganz.
Nur einer flüstert leise: Blasphemie!
Der Herr. Allein. Ihn überhört man ganz.

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Lebensgeschichte: Eine fünfundzwanzigjährige Weggemeinschaft

Warum ist die Silberhochzeit in der Ehe-Biografie eines Paares ein so herausragendes Ereignis, dass es mit einer besonderen Feier gewürdigt wird? Fünfundzwanzig Jahre gemeinsam unterwegs zu sein, gemeinsam verbrachtes Leben, und damit schöne wie auch schwere Zeiten, freudige Anlässe, aber auch Sorgen, Mühen und Differenzen, all dies fordert ein Wahrnehmen und auch Feiern. Feiern deshalb, weil jetzt nicht nur die gemeinsamen Freude- und Glückserfahrungen von Gerlinde und Thomas im Bewusstsein lebendig werden, sondern auch die zurückliegenden Schwierigkeiten, die gemeistert worden sind. Fünfundzwanzig "in guten und in schlechten Tagen" bestandene und gestaltete Ehejahre sind nun Anlass genug, um den Bestand der Ehe, die Ehe selbst und somit auch das Silberpaar zu feiern.

Eure Kinder, Neffen und Verwandte warten darauf, dass Ihr anfangt zu erzählen. Und ich höre auch gerne zu. Zugleich weiß ich, dass es Dir, lieber Thomas, schwer fällt, über Gefühle, über das was Dich innerlich umtreibt zu sprechen. Aber die fünfundzwanzigjährige Weggemeinschaft mit Gerlinde hat auch schon vor Eurer Hochzeit viele Stationen gekannt, über die zu sprechen lohnend ist, die als Eure gemeinsame Lebenserfahrung an Eure Kinder weitergegeben werden darf.

Ihr selbst habt die beiden Bibelstellen, die wir gehört haben, ausgesucht und mir dazu geschrieben:

bulletMatthäus 7, 13-14:
"Von den zwei Wegen: Geht durch das enge Tor! Das Tor, das zum Leben führt, ist schmal und nur wenige finden hin."
bullet1 Joh 4, 8,
"Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist die Liebe. Dank an Gott für unsere Ehe, unsere Kinder und Eltern, für glückliche gemeinsame Zeit. Wünsche das "Tor, das zum Leben führt" zu finden, zu Glück und Zufriedenheit, auch für unsere Kinder."

Und dann habt Ihr Gedanken zu "einer guten Ehe" in Stich-Worten, in Worten, die stechen, angefügt:

"Ein Geschenk Gottes, dass sich die Richtigen getroffen haben, Harte Arbeit und tägliches miteinander Ringen - Gegenseitiges Achten der Schwächen und Stärken des Einzelnen - Sich Mühe geben den anderen zu verstehen - Dem anderen Freiraum lassen - In wichtigen Dingen einig sein - Dem anderen bedingungslos vertrauen zu können - Kummer, Trauer und Sorgen gemeinsam tragen.

Das Bemühen um eine gute Ehe, auch einmal auf etwas verzichten oder nachgeben - soll auch besonders als Rat für die Zukunft an unsere Kinder, Nichten und Neffen gedacht sein"

Als Ihr vor dem evangelischen Studentenpfarrer und Wolfgang Oberschmidt Euch vor fünfundzwanzig Jahren getraut habt, da habt Ihr gesprochen:

"Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens." Dieses Versprechen haben sich in den vergangenen Jahrhunderten unzählige Frauen und Männer vor dem Traualtar gegeben. Auch heute beginnen viele Brautleute ihren gemeinsamen Lebensweg mit einer solchen gegenseitigen Zusage. Ist das nicht kühn, einen solchen Wechsel auf Zukunft zu unterschreiben.

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Heute nach fünfundzwanzig Jahren könnt Ihr Zwischenbilanz ziehen.

Und heute fragen sich mehr und mehr Menschen jedoch, ob sie angesichts der erheblichen Schwierigkeiten, die das Leben in Ehe und Familie mit sich bringt und wegen der vielen scheiternden Ehen überhaupt eine Ehe vor dem Standesamt oder vor dem Traualtar eingehen sollen. Viele zweifeln, ob sie überhaupt zu lebenslanger Treue fähig sind.

Verunsicherung entsteht durch die Vielfalt der Meinungen in unserer Gesellschaft über die Ehe. "Ehe ohne Trauschein", "Ehe mit Bedingungen", "Ehe auf Zeit", "Ehe zur Probe". Das sind nur einige der Auffassungen, nach denen Paare versuchen, ihr Leben gemeinsam zu gestalten. Diese Versuche, die sich als Gegenmodelle zur christlichen Ehe verstehen, bieten aber offensichtlich auch keine besseren Chancen für ein glückliches Zusammenleben der Geschlechter, weil bei ihnen jederzeit die Lösung des eingegangenen Verhältnisses möglich ist. Das wird als ständiger Unsicherheitsfaktor empfunden. Wie kann heute das Zusammenleben von Mann und Frau in einer gottgewollten Ehe gelingen?

Partnerschaft in der Ehe ist nicht egoistische Befriedigung der eigenen Bedürfnisse. Beide Partner sind gleichwertig und gleichberechtigt, keiner ist über- oder untergeordnet. Sie bringen sich mit ihren Gefühlen, Hoffnungen und Ängsten in ihre Beziehung ein. Jeder muß die Andersartigkeit des Partners anerkennen und gelten lassen. Beiden ist die Aufgabe gestellt, in einem langen Prozeß immer mehr "Wir" zu werden, ohne seine Persönlichkeit aufzugeben. Damit dieser Prozeß gelingen kann, ist es wichtig, dass die Ehepartner miteinander reden, dass sie ihre Gefühle ausdrücken, ihre Wünsche äußern und aufgreifen, sich ihre Erlebnisse mitteilen und gemeinsam verarbeiten. Das offene Gespräch, in dem auch Kritik als Ausdruck der Liebe möglich ist, trägt zum Gelingen der personalen Gemeinschaft bei.

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Kommunikation ist gefordert:

zwischen Euch beiden, zwischen Euch und Euren Kindern, zwischen Euch und anderen Menschen, gehören sie nun zur weiteren Familie, zu den Freunden oder Arbeitskontakten. Kommunikation, die aufrichtig und offen sein muß. Kommunikation, die einen Austausch über Gelungenes und Freudiges, über Sehnsucht und hoffen umfaßt. Kommunikation, die Enttäuschungen, Niederlagen und Konflikte nicht ausspart.

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Grenzen sind klar zu ziehen:

der persönliche Raum des Paares muß gesichert sein, als Raum für Nähe, Intimität, Zärtlichkeit, auch als Raum, Konflikte auszutragen; der Raum der eigenen Familie muß gesichert sein, als Raum für Eltern und Kinder und für die Geschwister untereinander; der Arbeits-Raum, der sich von dem persönlichen deutlich unterscheiden muß.

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Grenzen sind zu verteidigen:

Diese Grenzen müssen gegenüber der Großfamilie und den Freunden klar gekennzeichnet sein. Setzt klare Zeichen, wo Eure Grenzen beginnen. Dann habt Ihr das Recht, Grenzverletzungen zu ahnden.

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Lernprozess Ehe

Partnerschaftliche Liebe ist auch nach fünfundzwanzig Jahren nicht erschöpft. Ehe ist ein Unterwegssein. Frau und Mann stehen dabei in einem schöpferischen Lernprozess. Die Hoffnung auf eine Vertiefung ihrer Liebesbeziehung ist die Kraft, die sie immer wieder neu beginnen läßt. Aus der anfänglichen, willentlichen Bereitschaft zu lebenslanger Gemeinsamkeit kann eine reife, schenkende Liebe werden, die nicht einengt, sondern befreit.

Und gerade nach fünfundzwanzig Jahren, wenn die Kinder ihre eigenen Lebenswelten zu gestalten beginnen, müßt Ihr beide auf neue Weise Eure Beziehung wieder gestalten, die sich nicht mehr vom Mutter-sein und Vatersein her definieren darf.

Dazu zählt auch die Sexualität.

Mann und Frau sind von ihrer Geschlechtlichkeit durchgehend geprägt. Die Unterschiedlichkeit übt eine starke gegenseitige Anziehungskraft aus. Durch eine Vielfalt von Gesten und Zeichen können Menschen sich ihre Zuneigung zeigen. Im Zusammenleben der Eheleute findet sich eine Fülle von Möglichkeiten, zärtlich miteinander umzugehen, auch mit zunehmendem Alter. [Türkisches Paar am Meer].

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Stich-Worte für Eure persönliche Zwischenbilanz

Es geht in dieser Zeit rund um die Silber-HOCH-Zeit jedoch nicht allein darum, freudig und dankbar zurückzuschauen, sondern auch einen Blick in die Gegenwart zu werfen und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Eine Standortbestimmung kann die Bedeutung einer Zwischenbilanz bezüglich der Ehe gewinnen, da auch auf Grund der höheren Lebenserwartung der Einzelnen und der damit verknüpften längeren Ehedauer um die Silberhochzeit herum die "Halbzeit der Ehe" gefeiert werden kann. Neben dem Bewusstwerden der Gegenwart ist ein Blick in die Zukunft nach fünfundzwanzigjähriger Partnerschaft wichtig. Um die Zeit der Silberhochzeit herum vollzieht sich ein Einschnitt in die Biografie des Paares und der einzelnen Partner. Nach fünfundzwanzigjähriger Weggemeinschaft befinden sich die Eheleute in der Regel in einer wichtigen Umbruchsituation. Liebe Gerlinde, lieber Thomas, seid aufmerksam, wo sich notwendige Änderungen abzeichnen.

Wenn Ihr gleich Euer Eheversprechen erneuert, liebe Gerlinde, lieber Thomas, dann wollt Ihr zum Ausdruck bringen, dass es Euch um Verbindlichkeit für die nächsten Jahre geht, nicht um eine Beziehung ohne Gewähr".

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"Ohne Gewähr"

Wir kennen das vom Wetterbericht oder von der Information der Lottozahlen. Wie viel Gewähr aber bieten die Entscheidungen unseres Lebens, unsere Beziehungen oder auch die geistliche und charakterliche Qualität unserer Persönlichkeit? Das "Lehrfach" heißt Verbindlichkeit. Sie fördert Vertrauen und Sicherheit und ist vergleichbar mit den Sehnen des menschlichen Leibes, ohne die die Funktionalität nicht gewährleistet ist. Verbindlichkeit ist Merkmal und Eigenschaft für jegliche geistliche Struktur, auch für eure weiteren Ehejahre.

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Wie frei ist Verbindlichkeit?

Oder anders gefragt: Wie verbindlich ist Unabhängigkeit? Wir leben alle in einem Geflecht von Beziehungen, das die Verbindlichkeit des einzelnen braucht, damit Glück, Sicherheit, Freude, Geborgenheit, Bestätigung und Liebe erfahren wird. Gibt es eine unverbindliche Ehe? Oder eine unverbindliche Eltern-Kind-Beziehung? Und Verbindlichkeit hat eine Innen- und Außenfunktion. Nach Innen geht es um die Verbindlichkeit zwischen Euch beiden als Partnern, liebe Gerlinde, lieber Thomas.

Nach Außen geht es um Eure Verbindlichkeit als Vorbilder, für Eure Kinder und andere Menschen. Da Du, lieber Thomas, Dich in der betriebswirtschaftlichen Terminologie besser auskennst: Ihr als Paar habt Leadership wahrzunehmen. Partnerschaftsmanagement ist zu wenig.

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Verbindlichkeit und Freiwilligkeit

Verbindlichkeit im christlichen Sinne ist immer gepaart mit Freiwilligkeit! Das gilt für unsere Beziehung zu Gott genauso wie für die ethische Dimension menschlichen Zusammenlebens, wie auch für unseren Dienst und unsere Verantwortung im Reich Gottes. Unverbindlichkeit in jeglicher Beziehung ist strukturgewordene Sünde. Falsch verstandene Unabhängigkeit führt zu Einsamkeit und Sinnkrisen.

Liebe Gerlinde, lieber Thomas, dass es Euch in dieser Stunde um Verbindlichkeit geht, steht für mich außer Frage. Nicht nur, weil wir beide, lieber Thomas uns verbindlich in einer Verbindung gebunden haben, sondern weil Ihr Eure Kinder, Eure Eltern, Eure Geschwister und Eure Nichten und Neffen und einige Freunde eingeladen habt, mit Euch Eucharistie, Danksagung für fünfundzwanzig Ehejahre zu feiern.

Und Ihr habt uns als Wort Gottes in dieser Stunde mitgegeben:

bullet"Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten." Und:
bullet"Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn." Und:
bullet"Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe.".

Das ist Programm für die nächsten Jahre Eurer Ehe, aber auch für das Leben eines jeden von uns, der heute mit Euch feiern darf.

Amen.

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Lesung aus dem 1. Johannesbrief 4, 7- 12

Liebe Schwester und Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott.

Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe.

Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.

Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.

Liebe Schwester und Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.

Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet.

Evangelium nach Matthäus, 7, 12-14

bullet[Die Goldene Regel]
bulletAlles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.
bullet[Von den zwei Wegen]
bulletGeht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm.
bulletAber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn.

Erneuerung des Eheversprechens

Gerlinde und Thomas:

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Gott, unser Vater, wir wollen heute vor dir unser Eheversprechen erneuern, das wir einander an unserem Hochzeitstag gegeben haben. Jesus Christus, du hast das Ehesakrament gestiftet, um Mann und Frau miteinander zu vereinen, die durch die Taufe und den Glauben Glieder deines geheimnisvollen Leibes sind. Wir kommen heute zu dir, dass du unsere Ehe erneut segnest. Wir bitten um die Gnade, dass du uns immer tiefer miteinander und zugleich mit dir verbindest. Heiliger Geist, in der Hoffnung auf deinen Beistand wollen wir aus dem Glauben an dich unser Vertrauen zueinander erneuern. Geist des Erbarmens und der Versöhnung, nimm alles aus unseren Herzen, was uns trennen könnte. Vergib, war wir einander und dir schuldig geblieben sind. Dreifaltiger Gott der Liebe, steh uns bei, damit wir unser Versprechen so einlösen, dass wir unseren Kindern ein gutes Beispiel sind. Segne unsere Kinder und erhalte sie allezeit in gegenseitigem Vertrauen und in der Treue zueinander. Amen.

Priester:

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Liebe Gerlinde, lieber Thomas, wenn Ihr nun Euer Eheversprechen erneuert, reichet einander die Hand und antwortet auf meine Fragen mit "Ja". Versprecht Ihr Euch hier im Angesicht Gottes von neuem die Liebe und Treue, wie Ihr es an Eurem Hochzeitstag getan haben?

Gerlinde und Thomas: Ja.

Priester:

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Versprecht Ihr Euch, die damals Übernommenen Aufgaben und Pflichten weiterhin nach besten Kräften zu erfüllen, um so den Frieden und das Wohlergehen in Eurer Familie zu fördern?

Gerlinde und Thomas: Ja.

Priester:

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Gerlinde und Thomas: habt Euer Eheversprechen vor der Kirche erneuert. Möge der Herr Euer Versprechen bestärken und Euch mit dem Reichtum seines Segens erfüllen.

Segnung der Eheleute

Priester:

Vor fünfundzwanzig Jahren habt Ihr, Gerlinde und Thomas, versprochen, einander zu lieben, zu achten und zu ehren, in guten und in bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod Euch scheidet. Reicht einander jetzt wie vor fünfundzwanzig Jahren die Hand. Wir wollen Eure Zukunft unter den Segen Gottes stellen.

bullet Der Zelebrant umwindet die ineinander gelegten Hände mit der Stola, legt darüber seine rechte Hand und spricht:

Priester: Herr und Gott, Schöpfer der Welt, du hast den Menschen als Mann und Frau erschaffen. Wir danken dir, dass Gerlinde und Thomas heute fünfundzwanzig Jahre im Sakrament der Ehe verbunden sind, und bitten dich:

Segne + Gerlinde und Thomas. Stärke ihren Glauben, festige sie in der Hoffnung und lass sie in der Liebe wachsen, damit sie eine gute Ehe führen und ihren Kindern das Beispiel eines christlichen Lebens geben. Herr, lass sie in der Gemeinschaft deiner Kirche mit dir verbunden bleiben, alle Tage ihres Lebens deinen Namen preisen und der Welt Zeugnis von dir geben. Gewähre ihnen ein hohes Alter bei Gesundheit und schenke ihnen nach diesem Leben die Vollendung deiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Alle: Amen.

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