Der Junge aus dem Radio
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Dr. Benno Kuppler

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Die Geschichte vom kleinen Jungen aus dem Radio

Lesung: 1 Kön 3, 5.7-12

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bulletEs geht ihm fast alles schief: Schule, Freunde, Familie
bulletEinige versuchen ohne Erfolg zu trösten, nehmen aber seine tiefe Traurigkeit nicht ernst
bulletEine alte Frau spricht mit unserem Jungen: sie bestätigt ihn in seiner Traurigkeit, zeigt Verständnis für die Aneinanderreihung von vielen einzelnen Unglücken und Trostlosigkeit
bulletDie Alte drückt ihm während des Gespräches etwas in die Hand: einen Stein
bulletBeim Weggehen sagt sie dem Jungen: mit diesem Stein habe er einen, aber auch nur einen Wunsch frei. Dieser werde ihm unmittelbar erfüllt, wenn er - den Stein in der Hand - diesen Wunsch ausspreche.

Zunächst behält der kleine Junge dieses Geheimnis für sich, sein Leben beginnt, sich zu ändern, das Leben macht ihm wieder Freude, Erfolge treten ein, Freunde kehren zurück.

So bleibt es nicht aus, dass seine Geschwister und Kameraden von seinem kleinen Geheimnis erfahren und auf ihn einreden, sich dieses und jenes zum eigenen oder gemeinsamen Vergnügen zu wünschen.

Doch der Junge lebt sein Leben weiter, er hat es neu für sich in die Hand genommen und den Stein, den Wunschstein, trägt er immer bei sich. Aber gewünscht hat er sich bisher noch nichts. Denn jedes Mal, wenn er einen Wunsch hatte, überlegte er einen Moment, bevor er ihn aussprach und stellte fest, es könne noch ein viel wichtiger Wunsch kommen. Also wartete er lieber mit dem Wünschen ab und nahm statt dessen sein Leben in die Hand: und wurde so glücklich.

Warum ich Euch diese Geschichte erzähle? Diese Geschichte erinnerte mich an die Lesung des heutigen Tages aus dem 1. Buch der Könige.

Zugegeben, der junge König Salomon war nicht unglücklich und es gab wenig, was ihm ermangelte. Vor allem mangelte es ihm nicht an richtiger Selbsteinschätzung: "ich bin noch sehr jung und weiß nicht, wie ich mich als König verhalten soll".

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