Ein Geist - Eine geistliche Aufgabe - Ein Geistlicher - Viele geistliche Menschen
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P. Benno Kuppler SJ - ein Porträt

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Ein Geist - Eine geistliche Aufgabe - Ein Geistlicher - Viele geistliche Menschen
Primizpredigt für Oliver Lellek am 4. Juni 2006
von P. Dr. Benno Kuppler SJ

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„Fromme Schwärmerei ist meine Sache nicht“, schreibst Du mir wenige Tage vor Deiner Priesterweihe. Da stimme ich Dir zu, lieber Oliver. Du bist aber - so hoffe ich inständig - ver-rückt und be-geist-ert worden! Ein geistlicher Ver-Rückt-Er, ein ver-rückt-er Geistlicher!

Auch ich bin ver-rückt. Aber leider noch nicht genug! Vielleicht ist auch mancher von Ihnen hier in der Primizmesse ver-rückt, dann wären Oliver und ich nicht alleine ver-rückt. Denn das ganze 20. Kapitel des Evangeliums nach Johannes, in dem wir auch den Abschnitt des heutigen Pfingstevangeliums finden, ist eine Geschichte von Ver-Rückt-Heiten. Einige Ver-Rückt-Heiten von Ostern will ich Ihnen in Erinnerung rufen.

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Maria von Magdala geht morgens, als es noch dunkel war, zum Grab. Menschlich gesprochen, ist das ver-rückt!

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Der Stein ist ver-rückt! „Mir fällt ein Stein vom Herzen!“ - Das ist nicht ver-rückt?!

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Sie läuft zu Petrus und Johannes: Jesus ist ver-rückt worden - wohin?

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Der Jünger schaut ins Grab hinein, sieht die Leintücher da liegen, geht aber nicht hinein. Menschlich gesprochen ist das ver-rückt! -

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Petrus geht hinein und schaut: scheint doch vernünftig!

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Die Leinentücher liegen dort, das Schweißtuch ist ver-rückt an eine andere Stelle.

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Der andere Jünger geht hinein, sah [nichts?] und glaubte: ist ver-rückt!

„Denn sie verstanden noch nicht den Sinn der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste.“ So heißt es lapidar am Ende des Osterberichtes.

Das ganze Osterevangelium also eine Geschichte von Ver-Rückt-Heiten?! Haben Sie nicht auch schon Ver-Rückt-Heiten erlebt? Das Ihr Leben sich so ganz anders entwickelte, als Sie es geplant hatten? Das geistliche Dimensionen zum Schwingen kamen, die Sie nicht auf Ihrer Blaupause berücksichtigt hatten.

Ich, ja ich kenne solche Ver-Rückt-Heiten in meinem Leben: Studium - Berufung, Schuld - Versöhnung, Scheitern und Gelingen. Warum Ver-Rückt-Heiten? Weil das Leben nachher anders war, ist oder sein wird als vorher! Und sicherlich kann uns Oliver auch manche Ver-Rückt-Heit seines Lebens erzählen.

Die Jünger schlossen sich nach der Katastrophe des Karfreitags in einen Raum ein. „Denn sie verstanden noch nicht den Sinn der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste.“ Das ist doch vernünftig?! Schließen wir uns als einzelne, als Familien und Gemeinschaften, als Pfarreien und Kirche nicht auch vor den Bedrohungen unserer Tage ein und ab, machen die Schotten dicht und manchmal flüchten wir uns sogar in goldene Käfige!

In diese Selbstisolation, in dieses selbst gewählte Gefängnis seiner Jünger tritt Jesus Christus, der Auferstandene, mit den Worten: „Friede sei mit euch!“ Wir haben so eben diese Worte im Evangeliums gehört.

Und dann lesen wir weiter: „Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.“ Die Jünger brauchen „Zeichen“, „Spuren“. Die Spuren des Leidens, die Wundmale, machen Jesus, den Auferstandenen, authentisch. Auch wir brauchen oft „Sichtbares“, „Begreifbares“, „Handfestes“, manchmal so hautnah wie Thomas, der Zweifler: er durfte richtig hinlangen!

Und noch mal spricht Jesus seine Jünger an: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!“

Ein kleine Geste für einen großen Auftrag:

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„Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“

Am Gründonnerstag, beim Mahl nach der Fußwaschung, hatte er seinen Jüngern schon aufgetragen: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ Die Füße einander waschen, nicht anderen den Kopf zu waschen. Dienen ist angesagt, nicht Herrschen.

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Vergebung und Verzeihung, Feier des Gedächtnisses, das Mahl: große Themen des geistlichen Dienstes.

Durch die Taufe und Firmung ist jede und jeder in diesen geistlichen Dienst gerufen! Ein Ver-rückt-er Dienst! Die Koordinaten unseres Lebens sind neu ausgerichtet worden. Mit dem Empfang dieser Sakramente ist in unserem Leben nichts mehr wie vorher. Jesus Auftrag an Sie und mich lautet: Geht hinaus in die Welt und verkündet meine Frohmachende Botschaft allen Menschen! Geht hinaus, heißt der Auftrag! Und wir treffen uns sonntags in der Kirche, um die Heiligen Mysterien zu feiern! Geht hinaus! Macht Euch auf den Weg in die Welt.

Geh hinaus! Das ist auch der Auftrag, den Oliver gestern durch seine Priesterweihe erhalten hat in stillen, unauffälligen Zeichen:

Eingehüllt vom Großen Bittgebet der Kirche, ausgestreckt auf dem Boden, so lag Oliver da! Vertrauend auf unser Gebet und Gottes Gnade! Umfangen und umhüllt von der Liebe Gottes. Dieses Ausgestrecktsein vor Gott und den Menschen macht mich verletzlich, angreifbar. Und zugleich fühlte ich mich getragen und beschenkt, als ich selbst vor fast vierundzwanzig Jahren mich vor IHM und dem Volk Gottes ausstreckte.

Die Hände von Bischof Norbert Trelle legten sich still auf das Haupt von Oliver und seinen beiden Mitbrüdern! Keine machtvolle Geste, kein martialischer Initiationsritus! Geistliche Vollmacht weht den Menschen an, umfängt ihn achtsam und liebevoll, ist Geschenk, theologisch gesprochen Gnade. Und wie viele andere Männer legten Oliver die Hände aufs Haupt. Jesus hauchte seine Jünger an und sprach zu ihnen: „Empfangt den Heiligen Geist!“ Die Weihepräfation fasst dieses unfassbare Zeichen in Worte. Gott sei Dank!

Jetzt ist Oliver ver-rückt im Heiligen Geist, ein geistlicher Ver-Rückt-Er, ein ver-rückt-er Geistlicher. Und für diese Ver-rückt-Heit dürfen wir als Gemeinde, als Volk Gottes danken: Oliver und Jesus, der ihn gerufen hat. Wir brauchen in unserer Kirche und in unserer Gesellschaft Männer und Frauen, die ver-rückt sind um Gottes Willen. Die uns begleiten auf der Suche nach dem Sinn unseres Lebens, die mit ihren ver-rückt-en Lebensentwürfen uns alternative Lebensformen als lebbar und lebenswert vorstellen. Uns Mut machen, zu unseren eigenen geistlichen Ver-Rückt-Heiten zu stehen!

„Fromme Schwärmerei ist meine Sache nicht.“ Deshalb brauchen wir die Unterscheidung von geistlichen Ver-Rückt-Heiten und innerweltlichen oder frommen Dummheiten! Unser heutiges Leben ruft nach der Unterscheidung der Geister: Nicht alles Fromme ist wirklich fromm, nicht alles Unfromme wirklich unfromm. Es gibt Liebe zur Kirche bei den Menschen, die sie ablehnen, und echte Religion bei Menschen, die keine Religion haben. Missverstandene Liebe, verdrängter Glaube, Religion im Abseits sind wichtig. Sie wollen ernst genommen werden. Sie sind auf den Seitenstraßen und Irrwegen des Lebens ein unentdeckter Schatz für unsere Kirche und eine Herausforderung an unsere Kirche, an Geistliche und an „gute Christen“.

Wir werden Oliver überall dort finden, wo Menschen suchen. Denn Du schreibst mir:

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„Das Nachgrübeln über Sinnfragen, über Gott als Geheimnis unseres Lebens bei mir und anderen lebendig erhalten und immer wieder anzuregen, auch angesichts der Nichtigkeit menschlichen Lebens [„Windhauch“, Kohelet, eines meiner Lieblingsbücher]. Dies war mir in meiner Jugend wichtig und seitdem immer wieder.“ Erhalte Dir dieses Grübeln, ich bitte Dich darum!

Das Zweite Vatikanische Konzil, unter Johannes XXIII. und Paul VI., hat uns Katholiken, aber auch interessierten nichtkatholischen Menschen, viele wichtige Texten geschenkt, die ich als Erbe, als Tradition, als Aufgabe begreife. Nehmen wir uns Zeit miteinander und füreinander, um uns Texte dieser Heilsgeschichte gegenseitig vorzulesen! „Der Glaube kommt vom Hören“! Vieles gibt es darin, auch für mich selbst, immer wieder neu zu entdecken. Und diese Texte müssen im Leben jedes Einzelnen und im Leben der Kirche Gestalt annehmen, inkarniert werden: „das Wort ist Fleisch geworden“ bekennen wir als Christen. Aber vielleicht ist das ja auch ver-rückt! Ein Beispiel will ich nennen, weil es zu den Ver-Rück-Heiten der Glaubensgeschichte von Oliver gehört: das Gesprächen zwischen Christen und Muslimen.

Welche Wege im Miteinander zwischen Christen und Muslimen könnte uns da die Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen „Nostra aetate“ weisen, in dem die Väter des Konzils - voll des Heiligen Geistes - sagen:

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„Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft.“ Und dieser Abschnitt schließt mit der Aufforderungen, „sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit der Menschen.“ [Nostra aetate 3]


Es bleiben herausfordernde Fragen an uns Christen in unserer deutschen Gesellschaft, die sich als Konsequenz stellen:

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Wo bin ich schon einmal bewusst einem Muslim begegnet? Oder sehe ich nur „die Türken“, „die Araber“, „die Marokkaner“? Was weiß ich über den muslimischen Glauben und ihren Kult? Wie habe ich mich über das muslimische Verständnis von Familie, Gesellschaft und Staat informiert? Was weiß ich konkretes über die hervorragenden Beiträge des Islam zur deutschen und europäischen Zivilisation? Wer erinnert sich z.B., dass wir in „arabischen Ziffern“ und nicht mehr in „römischen Ziffern“ rechnen? Was wäre aus einem Thomas von Aquin geworden, wenn nicht arabische, und dies bedeutet muslimische, Gelehrte ihm und uns das philosophische Wissen der alten Griechen überliefert hätten? Wo und wie wehre ich mich gegen unberechtigte Verallgemeinerungen über „die Türken“ und andere muslimische Ausländer? Hat mein eigenes Reden über „die Türken“ mehr als nur bierseliges Stammtisch-Niveau?

Ist die offene und latente Ausländerfeindlichkeit in unserer Gesellschaft und auch in der Kirche nicht ein Zeichen mangelnder eigener Identität, auch und gerade von uns Christen? Sind wir vielleicht nicht ver-rückt genug im eigenen Glauben?

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Jesus von Nazareth, der Jude, wird von den Muslimen als großer Prophet verehrt.


Heute an Pfingsten schenkt uns dieser Jesus von Nazareth als auferstandener Christus seinen Geist, damit wir Be-Geist-Erte sind! Voll Seines Geistes! Und dann kann die Welt ruhig feststellen: sie sind ver-rückt! Das haben die Menschen schon zu Jesu Jünger gesagt, so hörten wir es in der Apostelgeschichte.

Wir brauchen die Ver-Rückt-Heiten unseres Glaubens und seine Be-Geist-Erung, um Zeugen der frohmachenden Botschaft Jesu Christi in unseren Welt zu sein: Kirche in der Welt von heute! Das ist Sein Auftrag an Oliver, zu dem dieser mit der Weihe ja gesagt hat, aber auch wir Christinnen und Christen haben diesen Auftrag übernommen, als wir gefirmt wurden: Geh hinaus!

Und weil jede und jeder von uns hier in der Pfarrkirche St. Raphael eine geistliche Frau oder ein geistlicher Mann ist, möchte ich Ihnen einige Sätze einer geistlichen Frau auf den Weg mitgeben zum Bedenken. Karin Johne beschreibt einen „Geistlichen Übungsweg für den Alltag“:

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„Einüben in Grundhaltungen und Grundvollzüge geistlichen Lebens:
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Meine Empfangsfähigkeit vertiefen in der ganzheitlichen Öffnung vor Gott.

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Die Transparenz der Welt neu erspüren im Verweilen vor dem Geheimnis.

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Dem Du Gottes neu begegnen im betenden Umgang mit dem Wort der Bibel.

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Mich durchdringen lassen von der Liebe Gottes, die mein Leben umgreift:
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Mich öffnen für die Liebe Gottes, die mich anspricht.

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Mich öffnen für die Liebe Gottes, die sich ausspricht.

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Mich öffnen für die Liebe Gottes, die auf meine Antwort wartet.

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Vom Umgang mit den Dunkelheiten meines geistlichen Lebens:
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Wachsam sein gegenüber der Gefahr, mich der Liebe Gottes zu versagen.

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Wachsam sein gegenüber der Macht der Dunkelheiten, die mein geistliches Leben bedrohen.

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Wachsam sein gegenüber der tiefsten Gefährdung meines geistlichen Lebens durch mangelnde Demut.

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Wie verwirkliche ich die Antwort meiner Liebe im Alltag?
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Die Lebensweise zu finden, die Gott mir anbietet, um Leben in Fülle zu haben.

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Situationen, Aufgaben und mitmenschliche Beziehungen, die mein Alltag mir anbietet, als Möglichkeiten wahrnehmen, mein geistliches Leben zu vertiefen.

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Die Hilfe des Heiligen Geistes erbitten, die allein ein geistliches Leben ermöglicht.

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An mir geschehen lassen, dass nicht mehr ich lebe, sondern dass Christus in mir lebt:
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In der Bereitschaft wachsen, mich in das Mit Leiden mit Christus einbeziehen zu lassen.

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Im Glauben immer neu ergreifen, dass ich bereits in das Mit Leben mit Christus einbezogen bin.

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Das Ziel vor Augen haben, mich mehr und mehr in die Sendung Jesu Christi hineinnehmen zu lassen.“


Fromme Schwärmer braucht es für den Alltag nicht, aber Ver-Rückte und Be-Geisterte im Herrn, geistliche Frauen und Männer, nüchtern und überlegt, treu zu sich, liebevoll und einfühlsam zu sich selbst und anderen, kompetent in der Sache Jesu. Und dass die Sache Jesu Begeisterte braucht, singen wir ja immer wieder in unseren Kirchen.

Jesus Christus will, dass das Feuer, das er auf die Erde gebracht hat, brennt. Du, Oliver, hast es einmal als Motto bei der Churpfalz so formuliert: „Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!“ Anbetung gebührt alleine IHM und Sein Feuer wirst Du jetzt in die Kirche und Welt von heute tragen.

Dann leben und erleben wir hoffentlich auch in unserer Kirche, was Du, lieber Oliver, uns als geistliches Wort auf unseren Weg von Deiner Primiz zurück in unseren Alltag mitgibst, das Wort, das Du selbst in Deinem Dienst am Volke Gottes als Geistlicher ver-rückt und be-geist-ert, aber nicht schwärmerisch, leben wirst:

„Wo der Geist Christi wirkt, da ist Freiheit.“ [2 Kor 3, 17]

Amen.

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