Freude: ein Jugendgottesdienst
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Dr. Benno Kuppler

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"Freude" ein Jugendgottesdienst am 23. Mai 1981 in Bühl/Tübingen

Ablauf:

 
Eingangslied:
Singt dem Herrn, alle Völker
Fürbitten: 3 Jugendliche
Gabenbereitung: Band/Chor
Begrüßung Gabengebet und Präfation
Interview: 4 Jugendliche Sanctus: Lasst Himmel und Erde jauchzen
Tagesgebet Vaterunser: gesungen/alle geben einander die Hand
Brüder ruft in Freude Friedensgruß: Blumen werden untereinander ausgetauscht
Lesung anschließend: Warum denn bauen wir nicht Brücken
Zwischengesang: Schalom Danksagung: Gib uns Frieden
Evangelium Schlussgebet dann Lied: Die Sache Jesu
Predigt Focus Band

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Einleitung

Wir sind zur Freude berufen. Deshalb haben wir unseren Jugendgottesdienst unter das Thema Freude gestellt.
Was freut uns? Was freut dich?
Das wollten wir gerne wissen. Denn über was sollen wir in diesem Gottesdienst miteinander nachdenken? Wir waren und sind sicher: Jeder von euch hat schon die Erfahrung gemacht: es gibt Freude! Etwas hat mich froh gemacht!
Da haben wir dann einfach einige Jugendliche und Erwachsene gefragt: Was hat dich in der letzten Zeit gefreut, was hat dir Freude gemacht?
Einige Antworten wollen wir euch mitteilen:

1. Sprecher

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Mich freut, dass man wieder baden kann.

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Dass ich eine Prüfung bestanden habe, dass schönes Wetter ist, dass die Schule früher aus war, das freute mich.

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Einer drückte aus Freude ganz kräftig auf seine Hupe.

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Das Top Wetter, weil ich mit meinem 80er-Moped rumfahren kann.

2. Sprecher

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Dass schönes Wetter ist und ich im Schullandheim war, freut mich.

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Es war nichts besonderes, was mich gefreut hätte. Ein ganz normaler Trott ist bei mir abgelaufen.

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Wenn Schalke gewinnt.

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In der letzten Woche hatte ich Geburtstag und habe die Prüfung bestanden. Dass das Wetter schön geworden ist und das Reiten.

3. Sprecher

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Im Grunde freut mich nur eins: Discomusik!

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Schönes Wetter, eine gute Arbeit, am Marktbrunnen "nahocka" und ein Eis "schlotzen".

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Dass ich an meinen Gips einen Stollen hinbekommen habe. Ja, wenn ich zum ersten Mal wieder auf meinem Motorrad sitze.

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Es war am Dienstagabend beim Skatspielen. Das Wetter ist schön. Es ist wenig, aber mein Gott ...

4. Sprecher

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Was weiß ich, was letzte Woche war. Was soll man dazu sagen ...

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Das weiß ich gerade nicht ...

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dass der VFB gewonnen hat ...

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Das Wetter ist schön, die Blumen. Wenn ich selber jemanden eine Freude machen kann. Dass es warm ist. Die Bäume. Die Vögel.

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Die Natur, und dass ich lebe.

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Dass ich ein langes Gespräch mit einer Freundin hatte und ein sehr gutes.

Was freut uns? Was freut dich?
Was ist unsere Antwort? Was ist deine Antwort?
Wir sind zur Freude berufen.

Hören wir miteinander auf Jesus Christus, der will, dass unsere Freude vollkommen werde. Danken wir gemeinsam für erfahrene Freude, bitten wir gemeinsam um die Erfahrung der Freude.

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Tagesgebet

Gott.
Sieh deine Gemeinde, die auf dich schaut. 
Sieh unsere Sehnsucht nach Freude,
unseren Willen zum Guten
und unser Versagen.
Erbarme dich unserer Armut und Leere.
Fülle sie mit deinem Leben,
mit deiner Freude,
mit deiner Liebe.
Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn,
der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht
in alle Ewigkeit.
Amen.

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Lesung: Apostelgeschichte 2, 42-47

Die Gläubigen verharrten in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. Alle wurden von Furcht ergriffen. Viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Und alle, die gläubig geworden waren, hielten zusammen und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und teilten davon allen mit, jedem wie er es nötig hatte. Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Händen das Brot und aßen miteinander in Freude und Einfalt des Herzens. Sie lobten Gott und waren beim ganzen Volk beliebt. Und der Herr fügte täglich ihrem Kreis die hinzu, die gerettet werden sollten.

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Evangelium: Johannes 15, 9-11

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich auch euch geliebt; bleibt in meiner Liebe!

Wenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

Dies habe ich zu euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.

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Predigtskizze "Freude" von Benno Kuppler SJ

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Wir sind zur Freude berufen

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Freude als eine Wirklichkeit in unserem Leben

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Freude als Spannungsfeld von Arbeit und Freizeit

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Freude in der Kirche

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Wo begegnet uns Freude?

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Die Aussagen der Jugendlichen/Erwachsenen machen deutlich, dass Freude unterschiedlich erfahren wird:

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in unserer Umwelt: Die Natur, das Wetter ...

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in unserem eigenen Handeln: Motorrad fahren, Hupen, Baden gehen, Musik hören

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in der Begegnung mit Anderen: am Skatabend, beim Discosound im Club, beim Zusammenstehen am Marktbrunnen, im Gespräch mit einem Freund

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Was ist die Erfahrung, die wir Freude nennen?

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Abgrenzen von ähnlichen Erscheinungen: Übermut, Ausgelassenheit, Gaudi, Schadenfreude, Spaß

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Hinweisen auf unterschiedliche Erfahrungen zwischen Alten und Jungen: es gibt nicht die eine Freude, die richtig ist! Weder bei den Alten, noch bei den Jungen!

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Freude ist eine innerliche Erfahrung, die nach außen wirkt.

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Was sagen uns die Texte aus der Bibel zur Freude?

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Jesus will, dass wir uns freuen. Unsere Freude soll vollkommen sein. - Liebe ist ein Weg zu echter Freude! Liebe ist als Weg das Gebot Christi.

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Gemeinde in Jerusalem: Freude erfahren in der Gemeinschaft! Freude befreit aus der Isolation. Freude setzt gemeinsame Anstrengung voraus.

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Freude und Einfalt des Herzens: es geht um unser Innerstes!

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Wir sind zur Freude berufen.

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Freude nimmt Gestalt an: das Lächeln des Säuglings bereitet der Mutter Freude. Ein Erfolg in der Schule lässt Freude auf unserem Gesicht aufstrahlen: was ist mit dem los, der sieht so ganz anders aus. Anerkennung im Betrieb lässt uns froh werden.

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Freude ist ansteckend: gerne lasse ich mich mitreißen, wenn ich spüre, dass einer sich echt freut.

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Freude ist wie eine Infektion: sie wirkt sogar dann, wenn einer sich dagegen wehrt.

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Freude braucht Zeichen, Symbole: ein Handschlag, ein Wort, eine Umarmung, auch Tränen, eine Blume. Solche Zeichen sind wichtig: denn Freude macht oft sprachlos! Und diese Zeichen sprechen dann.

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Wir sind zur Freude berufen! Sagen wir ja zur Freude!

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Fürbitten

Du hast uns versprochen, dass unsere Freude vollkommen werde. Im Vertrauen auf dein Wort, tragen wir unsere Bitten vor:

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Herr, lass uns bescheiden werden, damit wir uns auch an kleinen Dingen freuen können.

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Geteilte Freude ist doppelte Freude, darum bitten wir, gib uns die Gelegenheit unsere Freude mit anderen zu teilen.

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Herr, wie wir dich bitten, gib uns unser tägliches Brot, so bitten wir dich auch, gib uns unsere tägliche Freude, damit wir an unserem Leben nicht verzweifeln.

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Herr hilf uns, damit wir dich in der Freude nicht vergessen, sondern dir dafür danken.

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Herr, wir bitten dich, dass wir die Natur, die uns erfreut, nicht zerstören.

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Herr, wir bitten dich, lass uns in der Gemeinschaft mit anderen Freude erfahren.

Herr Jesus Christus, du hast uns zur Freude berufen. Wir danken dir für die Freude, die wir schon empfangen haben. Wir bitten dich, hilf uns erkennen, wo wir in unserem Leben achtlos an der Freude vorbeigehen. Du hast uns versprochen, dass deine Freude in uns sein wird. Wenn wir dann die Freude in unserem Leben entdecken, entdecken wir immer auch dich, unseren Herrn Jesus Christus.
Amen.

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Gabengebet

Herr, unser Gott.
Dein Sohn Jesus Christus hat uns versprochen, unsere Freude vollkommen zu machen.
In Brot und Wein hat er uns seine Zeichen hinterlassen, damit wir glauben.
Segne unsere Gaben und wandle sie in Jesu Fleisch und Blut, damit wir so teilhaben an seiner Freude.
Amen.

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Präfation

Der Herr sei mit euch. ...
Erhebet die Herzen. ...
Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott. ...

Es ist unsere Freude, dich zu preisen, Herr, und die Tore unseres Herzens weit zu öffnen dem Glutwind deines Geistes, der den ganzen Erdkreis mit der unerhörten Kraft erfüllt, die Jesus Christus heißt.

Er hat uns versichert, dass wir nicht Waisen bleiben werden und dass wir den Trost, die Stärke und die Trunkenheit der Freude erfahren würden in der Herrlichkeit deiner Liebe. So kann der Geist in unserem ganzen Leben deinen Glanz bezeugen und auf unsere Lippen und in unsere Herzen, o Vater, deinen Namen drücken, der du alle Freude in dir birgst.

Daher singen wir mit den Propheten, die aus der Kraft des Geistes lebten, mit den Martyrern, die von der Kühnheit des Geistes beseelt ihr Leben gaben, mit Maria, den Aposteln und mit allen, die von deinem Geist erfasst sind, den Lobgesang deiner Herrlichkeit:

Heilig, Heilig, Heilig ...

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Zum Vaterunser

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Wir wollen gemeinsam das Vaterunser singen. Unsere Verbundenheit untereinander wollen wir dadurch zum Ausdruck bringen, dass wir einander die Hände reichen. Die Mitglieder des Chores und die Ministranten werden das Bindeglied zu allen in den Bänken machen.

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Zum Friedensgebet

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Friede und Freude hängen eng zusammen. Ohne Friede ist Freude nicht denkbar, und wenn im Frieden die Freude fehlt, ist etwas faul dabei. Freude will gezeigt werden. Wenn einer in seinem Herzen froh ist, so strahlt das nach außen: der schaut aber froh und glücklich aus. Die anderen freuen sich dann mit.

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Freude will Gestalt annehmen. In den Interviews sagten viele Jugendliche, dass ihnen die Natur, die Blumen Freude machen.

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Schenken wir uns gegenseitig ein kleines Zeichen der Freude. Tauschen wir miteinander die Blumen. Dazu wollen wir uns ein wenig Zeit lassen. Sucht euch einen aus, dem ihr mit der Blume eine Freude machen wollt. Lasst euch von anderen mit einer Blume erfreuen.

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Freuen wir uns aneinander und an den Blumen.

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Schlussgebet

Herr, du hast uns zur Freude berufen.
Die Arbeit allein kann uns nicht ausfüllen.
Darum gibst du uns Sinn für die Freude,
für Fest und Feier, für Spiel und Erholung,
für Bildung und Kunst,
für das Zusammensein mit Menschen,
die wir lieben,
die uns erwarten,
die unsere Nähe brauchen.
Herr, du hast uns zur Freude berufen;
vollende unsere Freude in dir,
der du lebst mit Gott dem Vater und dem
Heiligen Geist, heute und in Ewigkeit. Amen.

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