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Wir sind zur Freude berufen. Deshalb haben wir unseren
Jugendgottesdienst unter das Thema Freude gestellt.
Was freut uns? Was freut dich?
Das wollten wir gerne wissen. Denn über was sollen wir in diesem Gottesdienst
miteinander nachdenken? Wir waren und sind sicher: Jeder von euch hat schon die
Erfahrung gemacht: es gibt Freude! Etwas hat mich froh gemacht!
Da haben wir dann einfach einige Jugendliche und Erwachsene gefragt: Was hat
dich in der letzten Zeit gefreut, was hat dir Freude gemacht?
Einige Antworten wollen wir euch mitteilen:
1. Sprecher
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Mich freut, dass man wieder baden kann. |
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Dass ich eine Prüfung bestanden habe, dass schönes Wetter ist,
dass die Schule früher aus war, das freute mich. |
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Einer drückte aus Freude ganz kräftig auf seine Hupe. |
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Das Top Wetter, weil ich mit meinem 80er-Moped rumfahren kann. |
2. Sprecher
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Dass schönes Wetter ist und ich im Schullandheim war, freut
mich. |
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Es war nichts besonderes, was mich gefreut hätte. Ein ganz
normaler Trott ist bei mir abgelaufen. |
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Wenn Schalke gewinnt. |
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In der letzten Woche hatte ich Geburtstag und habe die Prüfung
bestanden. Dass das Wetter schön geworden ist und das Reiten. |
3. Sprecher
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Im Grunde freut mich nur eins: Discomusik! |
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Schönes Wetter, eine gute Arbeit, am Marktbrunnen "nahocka"
und ein Eis "schlotzen". |
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Dass ich an meinen Gips einen Stollen hinbekommen habe. Ja,
wenn ich zum ersten Mal wieder auf meinem Motorrad sitze. |
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Es war am Dienstagabend beim Skatspielen. Das Wetter ist
schön. Es ist wenig, aber mein Gott ... |
4. Sprecher
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Was weiß ich, was letzte Woche war. Was soll man dazu sagen
... |
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Das weiß ich gerade nicht ... |
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dass der VFB gewonnen hat ... |
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Das Wetter ist schön, die Blumen. Wenn ich selber jemanden
eine Freude machen kann. Dass es warm ist. Die Bäume. Die Vögel. |
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Die Natur, und dass ich lebe. |
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Dass ich ein langes Gespräch mit einer Freundin hatte und ein
sehr gutes. |
Was freut uns? Was freut dich?
Was ist unsere Antwort? Was ist deine Antwort?
Wir sind zur Freude berufen.
Hören wir miteinander auf Jesus Christus, der will, dass unsere
Freude vollkommen werde. Danken wir gemeinsam für erfahrene Freude, bitten wir
gemeinsam um die Erfahrung der Freude.

Gott.
Sieh deine Gemeinde, die auf dich schaut.
Sieh unsere Sehnsucht nach Freude,
unseren Willen zum Guten
und unser Versagen.
Erbarme dich unserer Armut und Leere.
Fülle sie mit deinem Leben,
mit deiner Freude,
mit deiner Liebe.
Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn,
der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht
in alle Ewigkeit.
Amen.

Die Gläubigen verharrten in der Lehre der Apostel und in der
Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. Alle wurden von Furcht
ergriffen. Viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Und alle, die
gläubig geworden waren, hielten zusammen und hatten alles gemeinsam. Sie
verkauften Hab und Gut und teilten davon allen mit, jedem wie er es nötig hatte.
Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Händen das Brot
und aßen miteinander in Freude und Einfalt des Herzens. Sie lobten Gott und
waren beim ganzen Volk beliebt. Und der Herr fügte täglich ihrem Kreis die
hinzu, die gerettet werden sollten.

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat,
so habe ich auch euch geliebt; bleibt in meiner Liebe!
Wenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe, wie
ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.
Dies habe ich zu euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und
damit eure Freude vollkommen wird.

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Wir sind zur Freude berufen |
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Freude als eine Wirklichkeit in unserem Leben |
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Freude als Spannungsfeld von Arbeit und Freizeit |
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Freude in der Kirche |
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Wo begegnet uns Freude? |
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Die Aussagen der Jugendlichen/Erwachsenen machen deutlich,
dass Freude unterschiedlich erfahren wird: |
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in unserer Umwelt: Die Natur, das Wetter ... |
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in unserem eigenen Handeln: Motorrad fahren, Hupen, Baden
gehen, Musik hören |
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in der Begegnung mit Anderen: am Skatabend, beim Discosound
im Club, beim Zusammenstehen am Marktbrunnen, im Gespräch mit einem Freund |
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Was ist die Erfahrung, die wir Freude nennen? |
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Abgrenzen von ähnlichen Erscheinungen: Übermut,
Ausgelassenheit, Gaudi, Schadenfreude, Spaß |
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Hinweisen auf unterschiedliche Erfahrungen zwischen Alten und
Jungen: es gibt nicht die eine Freude, die richtig ist! Weder bei den Alten,
noch bei den Jungen! |
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Freude ist eine innerliche Erfahrung, die nach außen wirkt. |
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Was sagen uns die Texte aus der Bibel zur Freude? |
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Jesus will, dass wir uns freuen. Unsere Freude soll
vollkommen sein. - Liebe ist ein Weg zu echter Freude! Liebe ist als Weg das
Gebot Christi. |
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Gemeinde in Jerusalem: Freude erfahren in der Gemeinschaft!
Freude befreit aus der Isolation. Freude setzt gemeinsame Anstrengung
voraus. |
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Freude und Einfalt des Herzens: es geht um unser Innerstes! |
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Wir sind zur Freude berufen. |
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Freude nimmt Gestalt an: das Lächeln des Säuglings bereitet
der Mutter Freude. Ein Erfolg in der Schule lässt Freude auf unserem Gesicht
aufstrahlen: was ist mit dem los, der sieht so ganz anders aus. Anerkennung im
Betrieb lässt uns froh werden. |
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Freude ist ansteckend: gerne lasse ich mich mitreißen, wenn
ich spüre, dass einer sich echt freut. |
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Freude ist wie eine Infektion: sie wirkt sogar dann, wenn
einer sich dagegen wehrt. |
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Freude braucht Zeichen, Symbole: ein Handschlag, ein Wort,
eine Umarmung, auch Tränen, eine Blume. Solche Zeichen sind wichtig: denn
Freude macht oft sprachlos! Und diese Zeichen sprechen dann. |
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Wir sind zur Freude berufen! Sagen wir ja zur Freude! |

Du hast uns versprochen, dass unsere Freude vollkommen werde. Im
Vertrauen auf dein Wort, tragen wir unsere Bitten vor:
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Herr, lass uns bescheiden werden, damit wir uns auch an
kleinen Dingen freuen können. |
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Geteilte Freude ist doppelte Freude, darum bitten wir, gib uns
die Gelegenheit unsere Freude mit anderen zu teilen. |
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Herr, wie wir dich bitten, gib uns unser tägliches Brot, so
bitten wir dich auch, gib uns unsere tägliche Freude, damit wir an unserem
Leben nicht verzweifeln. |
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Herr hilf uns, damit wir dich in der Freude nicht vergessen,
sondern dir dafür danken. |
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Herr, wir bitten dich, dass wir die Natur, die uns erfreut,
nicht zerstören. |
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Herr, wir bitten dich, lass uns in der Gemeinschaft mit
anderen Freude erfahren. |
Herr Jesus Christus, du hast uns zur Freude berufen. Wir danken
dir für die Freude, die wir schon empfangen haben. Wir bitten dich, hilf uns
erkennen, wo wir in unserem Leben achtlos an der Freude vorbeigehen. Du hast uns
versprochen, dass deine Freude in uns sein wird. Wenn wir dann die Freude in
unserem Leben entdecken, entdecken wir immer auch dich, unseren Herrn Jesus
Christus.
Amen.

Herr, unser Gott.
Dein Sohn Jesus Christus hat uns versprochen, unsere Freude vollkommen zu
machen.
In Brot und Wein hat er uns seine Zeichen hinterlassen, damit wir glauben.
Segne unsere Gaben und wandle sie in Jesu Fleisch und Blut, damit wir so
teilhaben an seiner Freude.
Amen.

Der Herr sei mit euch. ...
Erhebet die Herzen. ...
Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott. ...
Es ist unsere Freude, dich zu preisen, Herr, und die Tore unseres Herzens
weit zu öffnen dem Glutwind deines Geistes, der den ganzen Erdkreis mit der
unerhörten Kraft erfüllt, die Jesus Christus heißt.
Er hat uns versichert, dass wir nicht Waisen bleiben werden und dass wir den
Trost, die Stärke und die Trunkenheit der Freude erfahren würden in der
Herrlichkeit deiner Liebe. So kann der Geist in unserem ganzen Leben deinen
Glanz bezeugen und auf unsere Lippen und in unsere Herzen, o Vater, deinen Namen
drücken, der du alle Freude in dir birgst.
Daher singen wir mit den Propheten, die aus der Kraft des Geistes lebten, mit
den Martyrern, die von der Kühnheit des Geistes beseelt ihr Leben gaben, mit
Maria, den Aposteln und mit allen, die von deinem Geist erfasst sind, den
Lobgesang deiner Herrlichkeit:
Heilig, Heilig, Heilig ...

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Wir wollen gemeinsam das Vaterunser singen. Unsere
Verbundenheit untereinander wollen wir dadurch zum Ausdruck bringen, dass wir
einander die Hände reichen. Die Mitglieder des Chores und die Ministranten
werden das Bindeglied zu allen in den Bänken machen. |

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Friede und Freude hängen eng zusammen. Ohne Friede ist Freude
nicht denkbar, und wenn im Frieden die Freude fehlt, ist etwas faul dabei.
Freude will gezeigt werden. Wenn einer in seinem Herzen froh ist, so strahlt
das nach außen: der schaut aber froh und glücklich aus. Die anderen freuen
sich dann mit. |
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Freude will Gestalt annehmen. In den Interviews sagten viele
Jugendliche, dass ihnen die Natur, die Blumen Freude machen. |
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Schenken wir uns gegenseitig ein kleines Zeichen der Freude.
Tauschen wir miteinander die Blumen. Dazu wollen wir uns ein wenig Zeit
lassen. Sucht euch einen aus, dem ihr mit der Blume eine Freude machen wollt.
Lasst euch von anderen mit einer Blume erfreuen. |
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Freuen wir uns aneinander und an den Blumen. |

Herr, du hast uns zur Freude berufen.
Die Arbeit allein kann uns nicht ausfüllen.
Darum gibst du uns Sinn für die Freude,
für Fest und Feier, für Spiel und Erholung,
für Bildung und Kunst,
für das Zusammensein mit Menschen,
die wir lieben,
die uns erwarten,
die unsere Nähe brauchen.
Herr, du hast uns zur Freude berufen;
vollende unsere Freude in dir,
der du lebst mit Gott dem Vater und dem
Heiligen Geist, heute und in Ewigkeit. Amen.

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