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Dr. Benno Kuppler

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Mach nicht alles allein.
Predigt bei der KKV-Mitgliederversammlung am 10. April 2003
P. Dr. Benno Kuppler SJ

Lesung: Buch Exodus 18, 8-27

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Mose. Eine Quizfrage.

Die 500.000 €-Frage: Wer war Mose? Vorgegebene Antworten:

bulleta. Ein gottesfürchtiger Mann, der mit Gott wie mit einem Freund redete.
bulletb. Ein gestrenger Volksführer, der durchaus heftig ausflippen konnte.
bulletc. Ein einsamer und verhärmter Einzelgänger.
bulletd. Ein Mörder.

Selbst Günter Jauch käme jetzt ins Schwitzen. Die vier möglichen Antworten scheinen sich gegenseitig auszuschließen, nur eine Antwort scheint möglich zu sein, so ist es ja auch bei Günter Jauch, allein in diesem Fall ist es eben anders:

Alle vier Antworten stimmen : er war a] ein gottesfürchtiger Mann, der mit Gott wie mit einem Freund redete, b] ein gestrenger Volksführer, der durchaus heftig ausflippen konnte, c] ein einsamer und verhärmter Einzelgänger und d] ein Mörder.

Wir kennen den Mose als den mit den Zehn Geboten. Klar.

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Mose. Die Geschichte, kurz und bündig.

Die Bibel ist so nah dran am Menschen, dass ihr nichts menschliches fremd ist, und hört gleichzeitig so intensiv auf Gott, dass ihr nichts verborgen bleibt, was Menschen gut tut.

Mose arbeitet seinen Terminkalender ab. Früh am Morgen setzt er sich ins "Sprechzimmer" und einer nach dem anderen trägt ihm sein Anliegen vor. Stress bis in die Nacht. Dabei hatte er Besuch. Seine Frau, seine Söhne mit dem Schwiegervater waren nach Jahren der Trennung zu Besuch gekommen. Es gab viel zu erzählen, zu feiern, zu freuen. Gute Gründe für ein paar freie Tage. Aber Dienst ist Dienst,  also die Zähne zusammenbeißen, es ist ja zur Ehre Gottes und weitermachen.

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Jitro. Ein guter Beobachter. Ein guter Zuhörer.

Jitro, der Schwiegervater, schaut Mose interessiert und aufmerksam bei der Arbeit zu.

Jitro muss ein guter Zuhörer gewesen sein. Ein Nomade, der viel Einsamkeit in der Wüste beim Weiden seiner Tierherden erlebt und viel Zeit hat, nachzudenken, noch kein durch Lärm überlastetes Ohr besitzt und sich intensiv der Stimme seiner Mitmenschen widmet.

Mose musste als Führer des Volkes Israel auch das Amt eines Richters ausführen. Er richtete in Streitfällen unter den Israeliten nach Gottes Gesetzen. Mose war für alles verantwortlich: Geistliches und Weltliches fiel in sein Ressort.

Jitro, der Schwiegervater, gehört nicht zum Volk Gottes, steckt also nicht im "System", er ist midianitischer Priester. Jitro wird, weil er mit seiner Tochter und ihren beiden Söhnen zum Schwiegersohn Mose ins Lager gekommen war, um zu erfahren, wie es ihm geht, zum "Berater".

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Jitro. Ein kluger Fragensteller.

Lange haben sie gesprochen, Erfahrungen ausgetauscht und aufeinander gehört. Dann kommen Jitros Fragen:

bulletWarum musst du ganz allein da sitzen, und alles Volk steht um dich her, vom Morgen bis zum Abend?
bulletWas tust du eigentlich?
bulletWas machst du dir für einen Stress?
bulletMusst du das alles alleine tun?

 

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Mose. Erste Reaktion.

Mose rechtfertigt sein Tun, geht aber gar nicht wirklich auf die Fragen ein.

Sein Kernsatz: "Was soll ich machen?", mit anderen Worten: "Es gibt doch keine Alternative, es sind doch keine anderen da, die Leute wollen das so, es war doch schon immer so.."

Sackgassenargumente!

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Mose. Ein Einschub.

Die Aktualität dieses Textes kenne ich, kennen Sie selbst aus kirchlichen Betrieben und Organisationen, auch dem KKV, und sie erschließt sich engagierten Christen beinahe auf den ersten Blick in vielen Gemeinden.

Wie Mose sich abstrampelt, erinnert mich an viele Pfarrer und Seelsorgerinnen, die Woche für Woche, Jahr für Jahr ihre Gemeinde so gut wie möglich zu "versorgen" suchen. Und all die vielen, die einmal angetreten waren, Seelsorger zu sein und nun Managementaufgaben wahrnehmen.

Ebenso willig lassen die anderen sich bedienen, auch bei uns im KKV Hansa München, obwohl mit Händen zu greifen ist, dass auch ihnen das keineswegs gut tut.

Spannend ist aber auch, dass gerade der Rat eines "Außenstehenden" eine Situation auflöst, die sich als verhängnisvoll für alle darstellt.

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Jitro. Ein besonnener Ratgeber.

Kernsätze des Jitro:

1. "Du musst das anders anfassen."

bulletDu kannst etwas ändern, wenn du noch mal ganz neu an das herangehst, was du schon immer tust. Das löst von der Verbissenheit in die Aufgabe, befreit zum Abstand und neuem Hinsehen.

2. "Es ist zu viel für dich, du reibst dich auf."

bulletDu hast Grenzen, du bist nur ein Mensch, du brauchst Ruhe, den Rhythmus von Arbeit, Stille und Fest. Das löst von der Versklavung der Arbeit, davon, dass eine Aufgabe mich hat und nicht ich eine Aufgabe, das befreit zum Loslassen. "Tu weniger, dann schaffst du mehr!"

3. "Auch für die Leute ist es viel zu anstrengend."

bulletAuch die Menschen, für die du dich aufreibst, werden gestresst. Es stauen sich Frust und Ärger, Unlust und Missmut machen sich breit, weil du ja doch für keinen richtig Zeit hast. "Aber warum sagt mir denn das keiner, ich bin doch offen für Kritik?" wird Mose eingewendet haben. Nur: wer wird einem solch aufopfernden Diener seines Volkes auch noch Kritik zumuten? Das beißt man sich doch lieber auf die Zunge.
bulletJitros Rat löst den Blick des Mose.

4. "Du kannst es nicht alleine tun."

bulletJetzt schau dich um nach Leuten, die dir helfen können und werden. Es gibt Menschen, die sind fähig und bereit dich zu unterstützen, zu entlasten. Das bedeutet zunächst: Unterbrich dein Tagesgeschäft und geh auf die Suche nach Mitarbeitern, und dann setz dich mit ihnen hin und entwickle eine Struktur der Zusammenarbeit, jede[r] muss wissen, wofür er/sie verantwortlich ist! Schließlich veranstalte Schulungen und mach die Leute fit für das, was sie tun wollen. Das löst vom Kreisen um die eigene Person und befreit zu einem Miteinander, das Freude macht. Entlaste Dich!

5. "Pass auf, was ich dir rate. Gott möge seinen Segen dazu geben"

bulletWenn du konkret umsetzt, was nach menschlicher Einsicht jetzt dran ist, wird die Perspektive des Segens eröffnet. Dann kann Gott dir und durch dich den Menschen Gutes tun! Es gilt, die Hindernisse wegzuräumen, damit Gott segnen kann. Das löst Verkrampfungen, auch die von falscher Frömmigkeit, und befreit zum nüchternen Handeln, ohne Gottes Wirken auszuschließen.

Das erzeugt Aufbruchstimmung, Hoffnung, Perspektive.

"Mach dir die Last leichter, lass andere daran mittragen. Dann wirst du unter der Last deines Amtes nicht zusammenbrechen und die Leute werden immer zufrieden nach Hause gehen."

Jitro kehrt nach Midian zurück. Er kontrolliert nicht, wie Mose mit seinem Rat umgegangen ist.

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Mose. Zweite Reaktion.

Mose war einsichtig. Er schreibt die erforderlichen Richterstellen aus, in den Worten der Bibel formuliert: "Schlagt für jeden eurer Stämme weise, gebildete und bewährte Männer vor, damit ich sie als eure Führer einsetze." [Deuteronomium 1, 13] Ein Anforderungsprofil wird hinzugefügt:

bullet"Kennt vor Gericht kein Ansehen der Person! Klein wie Groß hört an! Fürchtet euch nicht vor angesehenen Leuten; denn das Gericht hat mit Gott zu tun. Und ist euch eine Sache zu schwierig, legt sie mir vor; dann werde ich sie anhören." [Deuteronomium 1, 17]
bulletWeisheit, Verständnis und Erfahrung, heißt es weiter, das sind die Kriterien. Das genügt jedoch noch nicht. Diese ausgesuchten Männer müssen noch über weitere Fähigkeiten verfügen, wie andere Textstellen der Bibel berichten: Sie sollen vor allem auch tapfere Männer sein; sie sollen den Mut haben, dem Recht zum Siege zu verhelfen und gegen die Gewalt aufzutreten; gottesfürchtig sollen sie sein, Männer der Wahrheit und Feinde des Eigennutzes.

 

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Mose. Der sind auch Sie und ich.

Die Geschichten der Bibel sind in erster Linie Glaubensgeschichten. Wie, was, wo, wann geschehen ist, können wir heute meist nicht mehr nachvollziehen. Die Autoren der Bibel wollten keine Geschichtsschreibung betreiben. Sie erzählten von den Erfahrungen der Menschen, von ihrem Miteinander, ihren Ängsten, Hoffnungen und Zweifeln. Diese Erfahrungen verdichteten sie, fassten sie zusammen in einzelnen Persönlichkeiten und deren Taten

Sie als Mitglieder im KKV und ich können heute auch an diesen Erfahrungen anknüpfen. Lassen Sie sich gedanklich auf das Wagnis ein und versuchen Sie Ihren Moses in sich selbst zu entdecken! Mose ist ein Archetypus [C. G. Jungk].

bulletGibt es jemanden, der Ihnen einmal auf die Finger schauen darf?
bulletHören Sie sich den Rat dieses Außenstehenden an?
bulletBesitzen Sie - nach ersten Widerständen - die Bereitschaft zur Korrektur und zur Abgabe von Verantwortung?

Natürlich ist das mit Risiken verbunden. Vertrauen ist immer ein Wagnis. Aber wer anderen nichts zutraut, hat sich unausweichlich auf Selbstüberforderung programmiert. Dass Moses Dienst unter einem göttlichen Auftrag steht, hindert nicht die Mitbeteiligung anderer, sondern ist im Gegenteil ein entscheidender Grund, ihn besser zu organisieren.

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Kunst des Delegierens. Voraussetzungen.

Die Situation ist klar: In der Wüste ist eine Ansammlung von ratlosen, verzweifelten Menschen ohne Führungsstruktur und ohne Rechtsordnung. Und Mose hat immer wieder Erfolg gehabt und dieser Erfolg war auch seine Versuchung.

Wir dürfen annehmen, dass bei Mose, dem begabten Führer des Volkes Israel, ein ähnlicher Mechanismus in Gang war. Nach anfänglich schlechtem Start - sein Versuch, den Mord an einem Volksgenossen zu rächen, hätte ihm beinahe das Leben gekostet - findet er, berufen durch Jahwe, seine Rolle als Anführer im Befreiungskampf Israels gegen Ägypten. So schreitet er von Erfolg zu Erfolg, kommt mit seinen Leuten trotz zahlreicher Widerstände und auch Misserfolge auf dem beschwerlichen Weg durch die Wüste voran in Richtung des Gelobten Landes. Sein Ansehen wächst immer mehr.

Er wächst an Kompetenz und Integrität, motivierender Führung. Für-Sorge, Einfühlungsvermögen, Toleranz, Rücksichtnahme, Verlässlichkeit, Feedback: Lob und Anerkennung, wenn gerechtfertigt, Anleitung und Unterstützung, wenn notwendig.

Das hilft den Mitgliedern, sich besser zu engagieren.

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Emotionale Kompetenzen.

Wir sollten zwar mit Intellekt ausgestattet sein, aber emotionale Führung ist der wichtigere Erfolgsfaktor, auch für den KKV.

bulletSei ehrlich! Sage nur das, was Du wirklich meinst. Aber respektiere, wenn ein anderer Deine Ansicht im Augenblick nicht hören will.
bulletEmotionale Führung ändert nicht die Menschen, sondern die Art ihrer Beziehung.

Entschuldigen - Anerkennen - Danken

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Der lange Atem und die Wüste.

Es fehlt der lange Atem. So war es damals in der Wüste. Auch uns im KKV fehlt oft der lange Atem. Wir werden kurzatmig gemacht.

Drei Symbole scheinen unser Leben zu kennzeichnen: die Autobahn, der Selbstbedienungsladen und der Schnellimbiss. Was ist damit gemeint?

Autobahn

bulletungehinderte Beweglichkeit, die freie Verfügung über den Raum. Alles steht mir offen zu jeder Zeit, an jedem Ort

Selbstbedienungsladen

bulletdie freie Verfügung über die Waren, auf die ich ungehindert zugreifen kann

Schnellimbiss

bulletdie ungehinderte Möglichkeit, meine Bedürfnisse schnell zu befriedigen, wann immer sie auftauchen.

Die Tendenz ist klar. Alles Hindernde soll abgebaut werden. Die räumliche Entfernung wird überbrückbar. Die Zeit wird abgeschafft, die sich zwischen mein Bedürfnis und die Stillung meines Bedürfnisses stellt.

Aber in der Wüste bleiben? Das Volk Israel lechzt nach schnellen Lösungen, wünscht sich einen Highway ins verheißene Land, Zugriff auf Abwechslung und möglichst alle paar hundert Meter einen "Drive in". Und weil es den in der Wüste nicht gibt, murrt das Volk.

So kann man sich gut vorstellen, warum es Mose, dem verantwortlichen Führer, so zumute war. "Mach mal Mose; schneller! Du hast uns das alles eingebrockt!" Und Mose kann nur noch sagen: "Ich kann nicht mehr! Muss ich denn alles alleine machen? Ich vermag all das Volk nicht allein zu tragen, denn es ist mir zu schwer?"

Der Wandel fängt mit einem Zusammenbruch. Da ist einer erschöpft und kann nicht mehr. Mose kann das ständige Murren, die andauernden Unzufriedenheit nicht mehr ertragen. Er macht alles, tut alles, er gibt sein Beste. Doch im Alleingang ist es unmöglich.

Der Rückblick aus der Zukunft:

bullet"Wie wird man in 20 Jahren über die heutige Situation des KKV reden?"

Da gilt es:

bulletVisionen zu entwickeln: Was sind Ziele, Zwischenziele, Nachkorrekturen?
bulletIdentität zu sichern: Wer sind wir, wer wollen wir sein?
bulletEinstellung zu klären: Woran glauben wir, was ist uns wichtig, was sind fördernde und blockierende Spielregeln?
bulletGefühle und Verhalten wahrzunehmen und zu gestalten: Was ist die Grundstimmung, was sind Veränderungsindikatoren?
bulletUmwelt zu integrieren: Wie reagieren wir auf Veränderungen, wie reagiert die Umwelt auf unsere Veränderung?

Schauen wir erneut auf Mose.

bulletViele der Veränderungselemente finden sich wieder in der Erfahrung heutiger Prozesse in Kirche und Gesellschaft. Mose hat Angst vor der Verantwortung, die ihm zukommt [Ex 3, 11 u. a.].
bulletIm Management der Veränderung wird er nicht alleingelassen. Gott sagt seine Präsenz zu, sie wird aber noch leibhafter in der Gegenwart seines Bruders Aaron [Ex 4, 14].
bulletDer Auszugsprozess ist ein Prozess, der Vieles auf die Spitze treibt, also ein Prozess, der nicht verharmlost, sondern verschärft. [Ex 7 - 11].
bulletImmer wieder wird Mose mit seinem Volk in Krisen hineingeführt. Gerade die emotionalen Bedrohungen werden im Exodus deutlich bezeichnet [Ex 15, 24; 16, 2].
bulletAls endlich die Landnahme ansteht und die Kundschafter losziehen, sorgt die Angst in den Botschaften für eine maßgebliche "Ehrenrunde" von 40 Jahren [Num 13 - 14].

Die Mosegeschichte als eine biblische Theologie des Wandels und der Veränderung mit einem Wertekodex auch für unseren KKV Hansa.

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Schlussbemerkung.

Eine letzte Frage an Sie und mich: Wie können wir uns einander besser ermutigen?

1. Die Fähigkeit, sich über den Erfolg des anderen zu freuen

bulletBist du in der Lage, dich über den Erfolg des anderen zu freuen?

2. Die Fähigkeit des Zuhörens

bulletBist du  bereit, zeitweise deine eigenen Probleme zurückzustellen und dir Zeit zu nehmen, um dem anderen aufmerksam zuzuhören?

3. Die Fähigkeit, Korrektur auszusprechen

bulletZur Fähigkeit der Ermutigung gehört auch die Bereitschaft, andere zu korrigieren und sich selbst korrigieren zu lassen. Bist du bereit dazu?

4. Die Fähigkeit, anderen zu vertrauen

bulletJitro kannte Moses Fähigkeiten, Stärken und Schwächen und vertraute ihm.

Meine Wunsch und meine Empfehlung an alle Mitglieder des KKV Hansa

bulletAchte jeder darauf, dass es ihm gut geht, dann geht es auch jedem unserer Mitglieder und dem KKV Hansa gut.

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Buch Exodus 18, 8-27
Mose und der Rat des Jitro

Am folgenden Morgen setzte sich Mose, um für das Volk Recht zu sprechen. Die Leute mussten vor Mose vom Morgen bis zum Abend anstehen.

Als der Schwiegervater des Mose sah, was er alles für das Volk zu tun hatte, sagte er: Was soll das, was du da für das Volk tust? Warum sitzt du hier allein, und die vielen Leute müssen vom Morgen bis zum Abend vor dir anstehen?

Mose antwortete seinem Schwiegervater: Die Leute kommen zu mir, um Gott zu befragen. Wenn sie einen Streitfall haben, kommen sie zu mir. Ich entscheide dann ihren Fall und teile ihnen die Gesetze und Weisungen Gottes mit.

Da sagte der Schwiegervater zu Mose: Es ist nicht richtig, wie du das machst. So richtest du dich selbst zugrunde und auch das Volk, das bei dir ist. Das ist zu schwer für dich; allein kannst du es nicht bewältigen.

Nun hör zu, ich will dir einen Rat geben, und Gott wird mit dir sein. Vertritt du das Volk vor Gott! Bring ihre Rechtsfälle vor ihn, unterrichte sie in den Gesetzen und Weisungen, und lehre sie, wie sie leben und was sie tun sollen.

Du aber sieh dich im ganzen Volk nach tüchtigen, gottesfürchtigen und zuverlässigen Männern um, die Bestechung ablehnen. Gib dem Volk Vorsteher für je tausend, hundert, fünfzig und zehn!

Mose wählte sich tüchtige Männer in ganz Israel aus und setzte sie als Hauptleute über das Volk ein, als Vorsteher für je tausend, hundert, fünfzig und zehn. Sie standen dem Volk jederzeit als Richter zur Verfügung. Die schwierigen Fälle brachten sie vor Mose, alle leichteren entschieden sie selber.

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