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Vom Sinn der Kräutersträuße
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| Segen für Hof, Keller und Küche, Mensch und Vieh: | |
| Segen - ein anderes Wort für Gnade, die Gott uns schenkt, wenn wir uns ihm öffnen. |
die Frau mit den Sternen, den Mond zu ihren Füssen und die Sonne über ihrem Haupt. Die Frau, die Leben gebiert und dabei bedroht wird von der Schlange. Nicht die unnahbare Frau, sondern jene Frau aus dem Volk, der die Geburt Schmerzen bereitet wie jeder Mutter und die doch nach der gesunden Geburt nur noch das Glück empfindet.
| aber die Bedrohung bleibt: |
das Kind wird in Sicherheit gebracht, die Frau findet einen sicheren Platz in der Wüste. Wüste als der Ort der Gottesbegegnung wie der Berg: Moses, Johannes, Jesus: Ort der Begegnung mit Gott, aber auch Ort der Verführung.
| MARIA: nicht als eine jenseitige Figur, eine Göttin aus einer anderen Welt, sondern eine Frau, die die Fülle des Lebens verkörpert: Körper und Seele, anpassbar, begreifbar. | |
| MARIA: deren Nähe die Menschen durch die Jahrhunderte gesucht haben; die Mutter, die Sicherheit und Geborgenheit vermittelt: die Schutzmantel-Madonna. | |
| MARIA: nicht die süßer und sentimentaler Darstellungen, sondern |
| die GOTTESGEBÄRERIN, die Jesus an ihrer Brust stillt; | |
| die PIETAS, die über den toten Sohn weint; | |
| die KÖNIGIN DER APOSTEL, die mit diesen im Gebet vereint auf den Geist harrt. |
jeder hat sein eigenes Bild der Gottesmutter; geprägt von eigenen Erfahrungen und Erlebnissen; Marien-Wallfahrten als Ausdruck tiefer Sehnsucht nach einem Glauben, der alle unsere Lebenserfahrungen - Freud und Leid, Hoffnung und Aussichtslosigkeit - umschließt;
die kleine, unbedeutende, namenlose Jüdin Mirjam wird von Elisabeth als "Mutter meines Herrn" betitelt; Maria als Mittlerin zwischen Gott und dem Menschen; Maria, voll der Gnade, als Zeichen des Heils für uns Menschen;
MARIA zeigt uns, dass Gott die Hackordnung der Welt auf den Kopf stellen kann: die Kleinen, die Niedrigen werden erhoben. Maria als Zeichen der Hoffnung für uns, dass Gott andere Maßstäbe an uns legt, die menschengerechter sind, als die Maßstäbe von Erfolg und Leistung, die in der Welt gelten.
jeder von uns soll und kann sich der Erfahrung öffnen: er wird von Gott in sein Reich aufgenommen: wenn er es Gott zutraut.
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