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Mit Maria und Jesus ins Neue Jahre
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| 102: die Geschichte ins Gedächtnis rufen: Die drei göttlichen Personen überschauen das ganze von Menschen erfüllte Erdenrund und beschließen, dass die zweite Person, das Wort Gottes, Jesus Christus, Mensch werde, um das Menschengeschlecht zu retten; das in die Hölle herabstiege. | |
| 106: dann die Menschen sehen: in so großer Verschiedenheit sowohl der Kleidung wie des Verhaltens, die einen weiß und die anderen schwarz, die einen im Frieden und die anderen im Krieg, die einen weinend, die anderen lachend, die einen gesund und die anderen krank, die einen bei der Geburt und die anderen beim Sterben. | |
| 108: betrachten, was der Engel und Unsere Herrin tun, wie nämlich der Engel sein Amt als Gesandter ausübt und Unsere Herrin sich demütigt und der göttlichen Majestät Dank sagt. | |
| 109: Zum Schluss ist ein Zwiegespräch zu halten: überlegen, was ich den drei göttlichen Personen oder dem menschgewordenen Ewigen Wort oder Unserer Mutter und Herrin sagen soll; entsprechend dem, was jeder in sich spürt, bitten darum, je mehr Unserem Herrn, der soeben Mensch geworden ist, nachzufolgen und ihm nachzuahmen. |
Immer wieder lädt Ignatius den Menschen, der sein Leben geistlich neu ausrichten will, ein "Dreifaches Zwiegespräch" zu halten. Ignatius selbst beschreitet diesen Gebetsweg auch: seine Bitten trägt er Unserer Lieben Frau vor und durch sie ihrem Sohn, auf das der Ewige Vater dem Bittenden durch ihre Fürsprache Erfüllung gewähre. Und in der Überlieferung der Vision von La Storta heißt es dann: Ignatius habe es geschienen, als ob der Christus mit dem Kreuz auf der Schulter sehe und daneben den Ewigen Vater, der zu ihm, Christus, spricht: Ich will, dass du diesen zu deinem Diener nimmst. Und so nahm Jesus den Ignatius an und sprach: ICH WILL, DASS DU UNS DIENST. Und infolgedessen fasste Ignatius eine so große Andacht zum Namen Jesu und wollte, dass die Gemeinschaft "Gesellschaft Jesu" genannt werde.
Immer wieder die Einladung an jeden Jesuiten, das Dreifache Zwiegespräch an die Gottesmutter, an Jesus Christus und den Vater zu richten. Aber nicht nur der Einzelne. Die gesamte Gesellschaft Jesu:
1965/66, unmittelbar nach dem 2. Vatikanischen Konzil |
"... In Christus finden die Jesuiten die absolute Vollendung jener Hingabe und die ungeteilte Liebe, die allein die Menschen mit Gott und sich selbst voll aussöhnen; ... so will die Gesellschaft Jesu versuchen, nach dem Maß der Gnade ihrer Berufung der Kirche Hilfe zu sein, während die Kirche selbst der Welt hilft, damit Gottes Königsherrschaft komme und das Heil des ganzen Menschengeschlechts aufgerichtet werde. Er selbst aber, der Herr, dessen Name unsere Gesellschaft zeichnet und dessen Reich der Liebe sie dienen möchte, ist das Ziel der menschlichen Geschichte ..."
Und in den nächsten Jahrzehnten hat die Gesellschaft Jesu wieder neu auszudrücken versucht, was der Ruf Christi bedeutet: ICH WILL, DASS DU DIENST.
1974/75, zehn Jahre nach dem 2. Vatikanischen Konzil |
"Was heißt Jesuit sein? Erfahren, dass man als Sünder trotzdem zum Gefährten Jesu berufen ist. Wie Ignatius, der die selige Jungfrau anflehte, sie möge ihn "ihrem Sohn" zugesellen. Und der sah, wie der Vater selbst den kreuztragenden Jesus bat, den Pilger in seine Gesellschaft zu nehmen.
Was heißt heute Jesuit, Gefährte Jesu sein? Sich unter dem Kreuz im entscheidenden Kampf unserer Zeit einsetzen: im Kampf für den Glauben, der den Kampf für die Gerechtigkeit miteinschließt."
...Und dass da Fehler gemacht wurden, wird niemand bestreiten, der um die eigene Begrenztheit weiß! Und doch immer wieder muss neu gesucht werden, was der Ruf Christi in der Gegenwart bedeutet ...
1983: 33. Generalkongregation schreibt am Ende ihrer Dokumente |
Anfang und Ende unseres Mühens um die Heilsbotschaft muss der Glaube an Jesus Christus sein, der jedoch nur lebendig ist, wenn er in Werken der Liebe und der Gerechtigkeit seinen Ausdruck findet. Die Sendung der Jesuiten bestand von Anfang an darin, die größere Ehre Gottes und das Heil der Seelen zu suchen. Wir bestätigen den "Dienst am Glauben, zu dem der Einsatz für die Gerechtigkeit notwendigerweise dazugehört" [68], als den heutigen Ausdruck unserer Sendung und erneuern unseren Willen, auch in Zukunft uns "in einer Lebens-, Arbeits- und Opfergemeinschaft mit den Gefährten, die sich um das gleiche Kreuz geschart haben, in Treue zum Stellvertreter Christi, für den Aufbau einer Welt einzusetzen, die zugleich menschlicher und göttlicher werden soll" [69].
Um diese Sendung recht erfüllen zu können, stellen wir uns vertrauensvoll unter den Schutz der Königin und Mutter unserer Gesellschaft. Zusammen mit dem heiligen Ignatius bitten wir sie, sie möge "bei ihrem Sohn und Herrn für uns Sünder eintreten und uns die Gnade erlangen, dass er unseren schwachen und niedergeschlagenen Geist im Verein mit unseren eigenen Bemühen in einen starken und frohen umwandle zum Lobe Gottes" [70].
| Maria, die Gottesmutter, ist durch die Geschichte der Menschheit hindurch immer wieder als die große Fürsprecherin einzelner Christen, christlicher Gemeinschaften und der gesamten Kirche in Erscheinung getreten. | |
| Könnte ich mich, könnten Sie sich nicht auch einmal an Maria als unsere Fürsprecherin wenden? | |
| Jesus, das menschgewordene Wort des Vaters, hat durch die Geschichte der Menschheit hindurch immer wieder Menschen angesprochen: ICH WILL, DASS DU UNS DIENST, in der Ehe, als Ordenschrist, als Priester, in der Welt und in der Kirche. | |
| Bin ich, sind Sie noch offen für Seinen Ruf in diesem Jahr 1986? |
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©1998- 2012 Pater Dr. Benno Kuppler SJ |werte-wirtschaft-weiterbildung.de|WirtschaftsSeelsorger | UnternehmerBerater | EthikErzähler | münchen|file last updated 2012-01-01| we-wi-we Impressum| wirtschaftsethik | predigten| we-wi-we @ktuelles| Mein Kurzporträt pdf-file| Optimale Darstellung IE [download] |