Taufe & Eucharistiefeier Julius Weigele
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Dr. Benno Kuppler

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Die Feier der Taufe von Julius Valentin Leopold
Sohn von Marion und Klaus Weigele
in der Klosterkirche St. Georg zu Ochsenhausen
am 15. März 2003

Taufpatin: Debbie - Taufpaten: Otmar und Leo
Geburtstag: 07. Dezember 2002
Namenstag: Julius von Orta 31. Januar

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BEGRÜSSUNG AN DER KIRCHENTÜR

GESPRÄCH MIT DEN ELTERN
bulletP: Liebe Marion, lieber Klaus! Ihr seid in Eure Pfarrkirche St. Georg gekommen, damit wir Euren Sohn Julius Valentin Leopold in die Kirche aufnehmen. Was erbittet Ihr für Euren Sohn?
bulletELTERN: Dass Julius Valentin Leopold ein Kind Gottes wird.
bulletP: Ihr habt für Julius Valentin Leopold die Taufe erbeten. Damit erklärt ihr Euch bereit, Julius Valentin Leopold im christlichen Glauben zu erziehen. Er soll Gott und den Menschen lieben lernen, wie es uns Jesus Christus vorgelebt hat. Seid Ihr Euch dieser Aufgabe bewusst?
bulletELTERN: Ja, das wissen wir. Wir wollen uns bemühen, unserer Julius Valentin Leopold ein gutes Beispiel zu geben.
WORT AN DIE PATIN
bulletP: Liebe Debbie, lieber Otmar und Leo! Die Eltern haben Euch gebeten, als Paten das Leben von Julius Valentin Leopold zu begleiten. Seid Ihr bereit mitzuhelfen, dass er ein guter Christ wird?
bulletPATEN: Ja, das will ich.
bulletP: Allmächtiger ewiger Gott, du schenkst uns den Glauben, ohne den es keine Taufe gibt. Lass uns jetzt auf dein Wort hören, damit unser Glaube wachse durch Jesus Christus, unsern Herrn.
bulletALLE: AMEN.
Einzug
Orgel
Eröffnungslied
Erfreue dich Himmel
Kyrie
Tagesgebet

Lesung "Spuren im Sand"

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Von: Margaret Fishback Powers
Copyright ©1964 Margaret Fishback Powers. Copyright © der deutschen Übersetzung 1996 Brunnen Verlag Gießen. www.brunnen-verlag.de

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Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

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Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

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Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?“

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Da antwortete er: „Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur
gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“

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Danke an den Brunnen-Verlag, dass ich das Gedicht hier veröffentlichen darf!

Zwischengesang
Meine Zeit steht in deinen Händen

Johannes 15,1-8.16: Die Bildrede vom Fruchtbringen

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.

Predigt

Musik
J. S. Bach, "Menuett I + II", aus der Partita E-Dur für Violine solo BWV 1006
Ulrich Gröner, Violine
BEZEICHNUNG MIT DEM KREUZZEICHEN

P: Julius Valentin Leopold, mit großer Freude nimmt Dich die Kirche Jesu Christi auf. In ihrem Namen bezeichne ich Dich mit dem Zeichen des Kreuzes + und dann werden auch Deine Eltern, Deine Paten und Deine Großeltern Dir das Zeichen des Heiles auf die Stirne zeichnen.

FÜRBITTEN
bulletP: Wer getauft wird, tritt ein in die Gemeinschaft der Heiligen, die unsere Fürsprecher bei Gott sind. So rufen wir alle Heiligen an:
bulletDebbie: Heilige Maria, Mutter Gottes
bulletALLE: Bitte für uns.
bulletLeo: Heiliger Julius
bulletALLE: Bitte für uns.
bulletDebbie: Heiliger Valentin
bulletALLE: Bitte für uns.
bulletOtmar: Heiliger Leopold ALLE Bitte für uns.
bullet.... freie Fürbitten der Paten
bulletP: Gott, allmächtiger Vater, du hast uns durch deinen Sohn Jesus Christus die Versöhnung und die Erlösung geschenkt. Siehe her auf Julius Valentin Leopold, der wie wir den Anfechtungen und Versuchungen unserer Welt ausgesetzt ist. Bewahre ihn vor den Besessenheiten unserer Tage, schenke ihm aus der Kraft des Leidens und der Auferstehung deines Sohnes Klarheit und Einsicht, damit er sich mit der Hilfe des Heiligen Geistes immer für das Gute entscheiden kann. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn und unseren Bruder.
bulletALLE: Amen.

SPENDUNG DER TAUFE

Lobpreis und Anrufung Gottes über das Taufwasser

P: Herr, unser Gott, du hast das Volk Israel durch das Rote Meer geführt, um es zu retten. Dein Sohn Jesus ist im Wasser des Jordan von Johannes dem Täufer getauft worden. Aus der geöffneten Seite deines Sohnes am Kreuz floss Wasser heraus. So ist uns das Wasser zum Zeichen des Heils geworden. Segne das Wasser , mit dem Julius Valentin Leopold getauft wird, und schenke ihm so im Glauben die Wiedergeburt aus dem Wasser und dem Heiligen Geist. Uns aber lass unserer eigenen Taufe gedenken durch Christus, unsern Herrn.

ALLE: Amen.

Absage und Glaubensbekenntnis
bulletP: Liebe Marion, lieber Klaus, liebe Paten! Julius Valentin Leopold soll in den christlichen Glauben hineinwachsen. Ihr seid dabei wichtige Weggefährten und erste Zeugen des Glaubens für ihn. Im Gedenken an Eure eigene Taufe sollt Ihr jetzt dem Bösen absagen und den Glauben an Jesus Christus, den Glauben der Kirche bekennen, in dem Julius Valentin Leopold getauft wird. Widersagt Ihr dem Bösen, um in der Freiheit der Kinder Gottes leben zu können?
bulletELTERN/PATEN: Ich widersage.
bulletP: Widersagt Ihr den Verlockungen des Bösen, damit es keine Macht über Euch gewinnt?
bulletELTERN/PATEN: Ich widersage.
bulletP: Glaubt Ihr an Jesus Christus, den eingeborenen Sohn Gottes, unsern Herrn, der geboren ist von der Jungfrau Maria, der gelitten hat und begraben wurde, der von den Toten auferstand und zur Rechten des Vaters sitzt?
bulletELTERN/PATEN: Ich glaube.
bulletP: Glaubt Ihr an den Heiligen Geist, die heilige, katholische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung von den Toten und das ewige Leben?
bulletELTERN/PATEN: Ich glaube.
bulletP: Das ist unser Glaube, der Glaube der Kirche, den wir gemeinsam im Credo bekennen, wenn wir sprechen:
bulletALLE: ICH GLAUBE AN GOTT ...
T A U F E

P: Wir haben uns zum Glauben der Kirche bekannt. In diesem Glauben empfängt nun Eurer Sohn die Taufe.

Julius Valentin Leopold,
ich taufe Dich im Namen des Vaters +
und des Sohnes +
und des Heiligen Geistes +

ALLE: A m e n. H a l l e l u j a. A m e n.

Lied
Weinstock bist Du, wir sind die Reben

AUSDEUTENDE RITEN

Salbung mit Chrisam: Ez 16,1.5b-7b,7d.8c-9
bulletDas Wort des Herrn erging an mich: Kein Auge zeigte Mitleid, niemand übte Schonung an dir, sondern am Tag deiner Geburt hat man dich auf freiem Feld ausgesetzt. Da kam ich an dir vorüber und sah dich in deinem Blut zappeln; und ich sagte zu dir, als du blutverschmiert dalagst: "Bleib am Leben!" Wie eine Blume auf der Wiese ließ ich dich wachsen. Und du bist herangewachsen, bist groß geworden und herrlich aufgeblüht.
bulletIch leistete dir einen Eid und ging mit dir einen Bund ein - Spruch Gottes des Herrn - und du wurdest mein. Dann habe ich dich gebadet, dein Blut von dir abgewaschen und dich mit Öl gesalbt.
Überreichung des weißen Kleides
Übergabe der brennenden Kerze
Effata-Ritus
Musik
J. S. Bach, "Gavotte en Rondeau", aus der Partita E-Dur für Violine solo BWV 1006
Ulrich Gröner, Violine
Gabenbereitung
Präfation und Hochgebet

DAS GEBET DES HERRN

Kommunion-Lied
"Wo Menschen sich vergessen"
FEIERLICHER SEGEN

Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Er sei um dich herum,
um dich in die Arme zu schließen, wenn du Angst hast.
Er sei hinter dir,
um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.
Er sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst
und um dich aus der Schlinge zu ziehen.
Er sei in dir drinnen,
wenn du traurig bist, um dich zu trösten.
Er sei über dir, um dich zu segnen.
Es segne dich der Herr.

Schlusslied
"Das Dudele"
Text nach Martin Buber
Höre der Stille zu
Der "Weg der Meditation" auf der Klosterinsel. Isola San Giulio im Ortasee [Oberitalien]

Jede Reise beginnt ganz nahe.

Nimm dich an, wachse, werde, reife!

In der Stille atmest du Gott ein.

Die Stille ist die Sprache der Liebe.

Die Mauern befinden sich in deinem Geist.

Sei einfach, sei, wie du bist.

In der Stille begegnest du dem Meister.

In der Stille nimmst du alles an.

Öffne dein Wesen.

Der Weise lächelt, wenn er sich irrt.

Stille ist Wahrheit und Gebet.

In der Stille akzeptierst und verstehst du.

Das ist der Zeitpunkt: heute, hier, jetzt.

Wenn du erreichst, das zu sein, was du bist, dann bist du alles.

Stille ist Musik und Harmonie.

Lausche auf das Wasser, auf den Wind, auf deine Schritte ...

Lasse das "ICH" und das "MEIN" hinter dir.

Wenn Du bewusst geworden bist, ist die Reise zu Ende.

Stille ist der Frieden des Ich.

Höre der Stille zu.

Am 11. September 2001 entdeckt und aufgeschrieben von T.u.H.R. Quelle: www.optipage.de/stille.html

Auszug
Orgel

Die Taufe hat P. Benno Kuppler SJ gespendet.

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