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P.
Benno Kuppler SJ - ein Porträt
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Vom Tod
Ihr möchtet
wissen um das Geheimnis des Todes.
doch wie sollt ihr es entdecken,
so ihr nicht danach forschet im Herzen des Lebens?
Die Eule, deren auf die Nacht beschränkten Augen am Tag erblinden,
vermag nicht, das heilige Geheimnis des Lichtes zu entschleiern.
So ihr wahrhaftig den Geist des Todes erschauen wollt,
öffnet weit euer Herz dem Leib des Lebens.
Denn Leben und Tod sind eins,
so wie Fluss und Meer eins sind.
In der Tiefe Eures Hoffens und Wollens
liegt Euer stillschweigendes Wissen um das Jenseits:
Und dem Samen gleich, der unter dem Schnee träumet,
so träumet euer Herz von dem Lenze.
Trauet euren Träumen, denn das Tor der Ewigkeit ist darin verborgen.
Eure Furcht vor dem Tode ist nur das Zittern des Hirten,
so stehet er vor dem König,
dessen Hand sich als Zeichen des Wohlwollens auf ihn legt.
Ist der Hirt unter seinem Zittern nicht der Freude voll,
dass er das Zeichen des Königs tragen darf?
Und dennoch, ist er sich nicht weit mehr seines Zitterns bewusst?
Denn was bedeutet Sterben anderes
als nackt im Wind zu stehen und in der Sonne zu zerfließen?
Und was bedeutet das Stocken des Atems anderes
als dessen Befreiung aus den rastlosen Fluten,
auf dass er sich erhebe und entfalte und Gott suche unbeschwert?
Erst so ihr trinket aus dem Fluss des Schweigens,
werdet ihr wahrhaft singen.
Und erst, so ihr den Gipfel des Berges erklommen,
werdet ihr wahrhaft anfangen zu steigen.
Und erst, so die Erde ihren Anspruch erhebt auf Eure Gliedmaßen,
werdet ihr wahrhaft tanzen.
Gibran, Der Prophet Walter-Verlag
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Predigten sind gesprochenes Wort, sind sach- und situationsbezogen,
wollen in
einem konkreten Moment das gehörte Wort Gottes über-setzen, aus-legen in die
Gegenwart,
an-wenden auf konkrete Lebenssituationen: gerade beim Tod eines Menschen.

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