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P.
Benno Kuppler SJ - ein Porträt
vorträge & workshops themen als pdf
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Mailadresse benno.kuppler[at]jesuiten.org ersetzen Sie [at] mit dem Mailzeichen
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"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Der uns beschützt und
der uns hilft, zu leben." Taufe Julius Valentin Leopold Weigele Stichworte & Material für die Predigt

Reigen von musikalischen Themen
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ein Rondo, eine Fuge, eine Disposition für ein Orchesterwerk, eine
Symphonie; begonnen hat alles mit einer elektronischen Komposition. Themen
anklingen lassen, nicht alles ausführen. |
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Lebensprogramm für Julius Valentin Leopold, aber auch jeden von uns. |
Hermann Hesse, "Allem Anfang wohnt ein Zauber inne ..."
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"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Der uns beschützt und der uns
hilft, zu leben." Text auf der Geburtsanzeige. |
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Ist es nicht romantisch, zu erwarten, dass dieser Zauber "uns
beschützt und ... uns hilft, zu leben." Ist das Thema da nicht jenseits
von gut und böse? Ein Motto für Esoteriker, die unverbesserlich an einen
Weltengeist glauben? Ich meine nein, das Thema ist eine Herausforderung an
jeden von uns, wenn er oder sie bewusst sein Leben gestalten will. Wir müssen
nur schauen, wie und wo wir dem Zauber des Anfangs Raum und Gestalt geben. Als
Motiv für eine Taufe; Geburt als Beginn. |
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Eine Gestalt dieses Zaubers liegt für mich im Licht der Kerze. Sie steht
am Beginn meines Lebens als Taufkerze, entflammt an der Osterkerze des Jahres
1948. Und so werden wir es für Julius tun: Das Licht der Osterkerze von
2002entzündet seine Taufkerze. Das Flackern der Kerzen ist Zauber, ist Leben.
Denn die Osterkerze symbolisiert Jesus Christus, das menschgewordene Wort
Gottes, den Gottesknecht am Kreuz, der in seiner Auferstehung den Tod
überwunden hat. Uns wird wieder jene Perspektive geschenkt, die das Buches
Genesis bestimmt. Das Chaos wird erhellt und die Sonne leuchtet uns, wärmt uns
und schenkt uns Leben. Und Gott kann am Ende der Schöpfungserzählung
feststellen, dass alles gut war. "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben." |
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Nur verfliegt dieser Zauber des Anfangs des Paradieses schnell. Das weiß
auch jeder aus eigener leidvoller Erfahrung: in der Beziehung mit anderen
Menschen, in der Freude an einem Hobby, in der Erwartung der Wirklichkeiten im
Beruf. Der Alltag ist oft bedrückend, beengend, ein Kreuz. Hermann Hesse
beschreibt dieses Lebensgefühl so: "Kaum sind wir heimisch unserm
Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen."
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Ich habe keine fertigen Antworten auf die Sorgen und Nöte der Menschen in
diesen Tagen und Wochen. Wir haften unseren Blick auch oft auf das scheinbar
hoffnungslose Kreuz und versuchen, uns in unserem Leben zu arrangieren. Aber
machen wir uns auf den Weg? Und was könnte das Ziel sein? Gemeinschaft finden,
sich miteinander austauschen, Raum sein, wo ich sein darf, wie ich bin.
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Hören wir noch einmal Hermann Hesse:
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"Wir sollten heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer
Heimat hängen. Der Weltgeist will nicht fesseln und uns engen, er will uns
Stuf‘ um Stufe heben, weiten. ... Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen." |
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Da ist ein Stachel in diesem Gedicht, eine Herausforderung, die ich uns
mitgeben will in diesem Taufgottesdienst, den Eltern Marion und Klaus, den
Paten Debbie, Leo und Otmar, aber auch mir und jedem von Euch: "Nur wer
bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen."
Ist das nicht unsere Situation, als einzelne, als Gruppen, ja auch als Kirche:
wir fühlen uns in lähmender Gewöhnung. Wir haben uns ans Lamentieren gewöhnt,
wir möchten gar nicht mehr "beweglich" sein, unterwegs sein, bereit zu
Aufbruch und Reise. "Lerne zu klagen, ohne zu leiden" ist unser geheimes
Motto. Larmoyanz unsere Lebenshaltung. |
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Und dann gibt es kein Halt mehr! Auf und zurück an die Kreuzungen des
Lebens, an die Orte des Scheiterns, der Enttäuschung. Denn auch dort haben
andere die Erfahrung gemacht, dass Er lebt. Versuchen wir es miteinander als
Glaubende: es gibt viele Kreuzungen des Lebens , wo Leben gelingen soll und
kann. Deshalb halte ich fest am Thema für diesen Taufgottesdienst: "Und
jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Der uns beschützt und der uns hilft, zu
leben." Für mich hat dieser Zauber einen konkreten Namen: Jesus Christus,
der auferstandene Herr. Der Ort, wo wir verweilen können, um ihm zu begegnen
und ihn zu erkennen, ist die Kirche. Sein österliches Licht erleuchte jeden
von uns, besonders aber den kleinen Julius. |
Margaret Fishback Powers, "Spuren im Sand"
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"Julius soll sich in Gottes Händen getragen wissen; sich fallen lassen
können. Er soll sich aufgehoben wissen bei allem was ihm je widerfahren wird." |
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Haben wir auch schon diese Erfahrung gemacht, uns getragen zu wissen? Von
wem, in welcher Situation? Wie geben wir solche Erfahrungen an die Kinder und
Jugendlichen in unseren Familien weiter. |
Die Bildrede vom Fruchtbringen: Johannes 15,1-8.16
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"Wir wünschen uns, dass Julius seine Wurzeln im Glauben finden kann und so
ein Jünger Jesu werden kann. Die Perspektive, als Rebe am Weinstock zu
"hängen", gibt Halt und Freiheit zugleich = "Ohne Wurzeln, keine Flügel"
[Zitat Hellinger], d.h. für uns: Ohne Wurzeln, kann man nicht fliegen, hat
also keine Freiheit. Dennoch ist die Verbindung mit dem Weinstock eine
Leitlinie für das eigene Leben. |
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Zudem ist Joh. 9 – 17 das Evangelium unseres Traugottesdienstes und bildet
somit ein Klammer zum Taufgottesdienst. Wer in der Liebe bleibt, bleibt in
Gott." |
Heiliger Julius von Orta
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"Wir haben uns für den Hl. Julius vom Orta–See entschieden. Ein
Missionar mit rein religiösen Aufgaben. Die weltliche Bedeutung der Päpste war
uns zu suspekt. Außerdem möchten wir, dass er eine Stätte hat, an der er
seinen Namenspatron aufsuchen kann. Die angehängten Bilder sprechen da für
sich." |
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Namen sind wichtig, auch die Geschichten unserer Namenspatrone. |
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"Reif für die Insel": Ort des Rückzugs, der Besinnung und des
Kraftschöpfens. Deshalb am Ende ein meditative Text von der Isola Orta. |
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Thema: Bleib am Leben: Buch Ezechiel: Ez 16,1.5b-7b,7d.8c-9
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Der Bund Gottes geht durch die Geschichte. Im Alten Testament ist des
Ezechiel, der zu uns spricht: "..am Tag deiner Geburt hat man dich auf freiem
Feld ausgesetzt. Da kam ich an dir vorüber und sah dich in deinem Blut
zappeln; und ich sagte zu dir, als du blutverschmiert dalagst: "Bleib am
Leben!" ...Ich leistete dir einen Eid und ging mit dir einen Bund ein - Spruch
Gottes des Herrn - und du wurdest mein. Dann habe ich dich gebadet, dein Blut
von dir abgewaschen und dich mit Öl gesalbt." |
 | Deshalb lese ich den Text bei der Salbung mit dem Chrisam. |
Segensgebet
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Nimmt die Motive der verschiedenen Texte auf. |
Einladung an Eltern, Taufpaten und uns:
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"Beschütze mich, und zeige mir, wie man lebt." |

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